Die Methode ist hinterhältig, denn die Täter zielen auf die Leichtgläubigkeit und Hilfsbereitschaft der Opfer ab. Wenn Peter Firsching, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Haßfurt, auf das Thema "Schockanrufe" angesprochen wird, fehlen ihm zwar nicht die Worte. Aber es wird klar, dass ihn die Art und Weise, wie besonders dreist hier Menschen über den Tisch gezogen werden, ziemlich nachdenklich macht: Ein Anrufer berichtet von einem angeblichen schweren Unglück eines nahen Verwandten und erklärt, dass der Verunglückte schnell Hilfe brauche. Hilfe in Form von Geld. Beträge zwischen 10   000 und 30   000 Euro werden da oft verlangt. Willigt der Angerufene ein, kommt ein Komplize des Anrufers vorbei und holt das Geld ab.

In Unterfranken gab es im Jahr 2012 insgesamt 160 solcher Fälle.