Für den geplanten Bebauungs- und Grünordnungsplan auf dem ehemaligen Baywa-Gelände in der Ebelsbacher Bahnhofstraße haben Landratsamt, Deutsche Bahn und Wasserwirtschaftsamt Anregungen vorgebracht. Und damit befasste sich das Gremium in der Sitzung am Montagabend. Das Gelände soll für den Einzelhandel ausgewiesen werden.

Bei einem Ortstermin stellten Naturschützer fest, dass es auf dem Gelände Zauneidechsen und eventuell auch eine Schlingnatter gibt. Deshalb werden im westlichen Bereich des Grundstücks drei Steinhaufen als Unterschlupf für die Tiere geplant.

Hier ist es sowieso nicht leise


Ferner wurde auf die Möglichkeit erhöhten Lärms hingewiesen. Hier sah der Rat keinen Handlungsbedarf, da sich der Verkehr nach Ansicht des Gremiums im Gesamtbereich nicht groß ändern wird. Die Hinweise wurden zur Kenntnis genommen; es wurde festgelegt, dass auf dem Baugebiet keine Betriebswohnungen gebaut werden können.

Der Boden im Bereich der ehemaligen Tankstelle auf dem Gelände ist verunreinigt.
"Meines Wissens nach ist das beseitigt, aber noch nicht weitergemeldet worden", erklärte Bürgermeister Walter Ziegler (BNL). Die Deutsche Bahn wies darauf hin, dass alle Immissionen die durch den gewöhnlichen Bahnbetrieb entstehen, entschädigungslos hingenommen werden müssen.

Außerdem soll bei der Bepflanzung der Grünflächen ein Sicherheitsabstand von 2,50 Metern zu den Gleisanlagen eingehalten werden. Dies sorgte für Kopfschütteln, da das ehemalige Baywa-Gelände hinter - weit weg von den Gleisen.

Das Wasserwirtschaftsamt stellte fest, dass das Gelände bei Extremhochwasser im Überschwemmungsgebiet liegen würde. Es sei deshalb Sache des Bauherrn, sich selbst vor Hochwasser zu schützen.
Der Gemeinderat beschloss die Anpassungen des Bebauungs- und Grünordnungsplans einstimmig. Die erneute Auslage des geänderten Entwurfs wurde einstimmig beschlossen.

Feldscheune besser woanders


Im Bereich "Kirschental" im Baugebiet Oberer Schönberg soll hinter dem dort liegenden Holzplatz eine Feldscheune errichtet werden. Das Landratsamt regte an, den Bebauungsplan zu ändern. Bürgermeister Ziegler erläuterte, dass wohl von Anwohnern Widerspruch zu erwarten sei, da die Fläche als Grünfläche ausgewiesen ist. Ziegler hielt es für ratsam, auf eine Änderung zu verzichten. "Es kann nicht sein, das wir uns als Gemeinde dort blutige Köpfe holen. Wir sollten an anderer Stelle schauen, ob sich da was verwirklichen lässt", erklärte er. Der Gemeinderat schloss sich ihm an.

Ebenfalls einstimmig beschloss der Ebelsbacher Rat, die Schwarzdorn- und die Rotbuchenstraße zu einer Erschließungseinheit zusammenzufassen. Kämmerer Roland Gehring beschrieb den baulichen Zusammenhang. Beide Straßen wurden 2011/2012 erstellt.

Nun muss der Erschließungsbeitrag errechnet werden. Zwar wäre die Rotbuchenstraße mit knapp 111 Metern als eigenständige Maßnahme zu werten, da sie als Stichstraße aber ohne die Schwarzdornstraße nicht nutzbar wäre, besteht ein unmittelbarer Zusammenhang. Die Räte segneten das ab. Zum aktuellen Baustopp an der Rotbuchenstraße, berichtete Ziegler, dass es ab dem 5. November weitergeht.

Der Steinbacher Kindergartenverein beantragte die Übernahme des Defizits für das Kindergartenjahr 2010/11: Die Räte gewährten einstimmig die 9555,32 Euro.

Reinhold Strätz fragte an, ob die Gemeinde das Material für die Erneuerung von Spielgeräten (geschätzt 4000 Euro) übernehme. Die Arbeiten wolle der Verein übernehmen. Ziegler bat um einen Antrag und eine Kostenaufstellung.