Ob es ausreicht, die Rohre nur abzudichten, ist fraglich. Schwimmen muss zu Beginn des neuen Schuljahres vorerst vom Stundenplan gestrichen werden. Denn die Rohrleitungen unterhalb des Beckenbodens der Schwimmhalle "Die Welle" sind undicht. Bisher versickerten täglich bis zu 8000 Liter Wasser, die aus den Rohren austraten. Ein Sachverständiger begutachtet den Schaden derzeit, wie das Landratsamt Haßberge für den Zweckverband Schulzentrum mitteilt.

"Wir können im Moment nichts anderes tun als intensiv nach Lösungen zu suchen", lautet die Antwort von Ralf Röckelein aus der Hochbauverwaltung des Landratsamtes Haßberge auf die Frage nach dem Schaden. Er machte sich, zusammen mit einem Sachverständigen, ein Bild vor Ort. Man könne allerdings noch keine Einschätzung dazu abgeben, wie umfangreich die Leckage ist. Unter dem Beckenboden seien 10 bis 20 Zentimeter dicke Edelstahlrohre verlegt, die teilweise undicht sind. So undicht, dass täglich bis zu 8000 Liter Wasser austraten. Die Rohre unter dem Nichtschwimmerbereich sind offenbar teilweise korrodiert, deshalb haben sich Schweißnähte geöffnet. Röckelein erklärt: "Die Rohre werden nun mit Kameras untersucht, um die Lecks zu finden. Danach wird der Gutachter beurteilen, welche Art der Schadensbehebung sinnvoll ist." Im Moment sehe es jedoch nicht danach aus, als könnten die Rohre einfach abgedichtet werden.

Technisch schwierig


Sobald die Empfehlung des Sachverständigen vorliegt - das soll Ende nächster Woche geschehen - kann abgeschätzt werden, wie lange "Die Welle" geschlossen bleiben muss. Schulen und Vereine sollten sich aber schon jetzt darauf einstellen, dass bis Ende Oktober kein Badebetrieb stattfinden kann.

"Der Schaden an den Leitungen war nicht abzusehen", sagt Horst Hofmann, der Geschäftsführer des Schulzweckverbandes. Der Schaden ist, den bisher bekannten Umständen nach, auch finanziell nicht zu erheblich. Aber die Lage der Rohre und die technischen Abläufe erschweren die Instandsetzung. "Wir versuchen natürlich, das Schwimmbad für die Schüler und die Vereinssportler so bald als möglich wieder zu öffnen. Man merkt in so einem Fall wirklich, welchen Stellenwert für den Sport unser Bad in Haßfurt und in der Umgebung hat."