Haßfurt
Förmlich umgekrempelt hat es den Haßfurter Stadtrat bei den Wahlen am Sonntag. Egal wie die Stichwahl um das Bürgermeisteramt zwischen Günther Werner (WG) und Georg Hiernickel (CSU) ausgehen wird, fest steht schon jetzt, dass es elf neue Gesichter in dem 24-Personen-Gremium geben wird.

Der große Gewinner war - sicher im "Sog" von Günther Werner - die Wählergemeinschaft. Sie konnte nach der CSU (35,6 Prozent) mit 24,4 Prozent Stimmenanteilen auf den zweiten Platz vorrücken und stellt nun sechs Sitze (bisher vier). Einen Sitz verloren hat dagegen die SPD, die mit nur 17,4 Prozent Stimmenanteilen jetzt lediglich vier Stadtratssitze hat. Während die Grünen/Bündnis 90 ihre zwei Mandate verteidigen konnten, musste die FDP/Freie Bürger einen von bisher zwei Sitzen an die Junge Liste (zwei) abtreten. Wie es mit der CSU aussieht, wird sich erst nach der Bürgermeister-Stichwahl zeigen. Schon 2008 hatte die CSU die absolute Mehrheit im Stadtrat verloren, stellte aber mit Rudi Eck den Bürgermeister, und der Junge-Liste-Mann Christian Schneider war auch "Schwarzer" (das waren immerhin zwölf Stimmen von 25). Gewinnt Hiernickel die Stichwahl, würde die nur hauchdünn an sechs Wählerstimmen gescheiterte Eva-Maria Schwach zwar nachrücken. Aber es ist kaum anzunehmen, dass die neuen zwei JL-Stadträte wieder mit der CSU zusammenrücken, sondern sie werden eher ihr eigenes Süppchen kochen, zumal sie voraussichtlich auch in Ausschüssen vertreten sein werden. Das wären dann nur noch zehn Stimmen (einschließlich Bürgermeister) der CSU im Stadtrat. Verliert Hiernickel, rutscht man gar auf neun Sitze ab. Das wäre ein Debakel.

Das Stadtratsgremium (Rangfolge nach Stimmenzahl), CSU: Georg Hiernickel, Michael Schlegelmilch, Norbert Geyer, Dr. Joachim Schwach (neu), Sigrid Lohs, Karl-Heinz Eppelein, Michael Weber, Michael Spies (neu), Jürgen Kehrlein (neu). Nachrückerin wäre Eva-Maria Schwach. WG: Günther Werner (neu), Berthold Albert, Michael Zehe, Reiner Sidon, Reiner Schuster, Jürgen Bätz (neu). Nachrücker wäre Willibald Geu ppert (neu). SPD: Stephan Schneider, Reiner Greich (neu), Jürgen Baum (neu), Manfred Stühler (neu). Grüne: Helene Rümer und Annette Marquardt. JL: Sven Schnös (neu), Stefanie Schilling (neu). FDP/Freie Bürger: Hachem Farmand (neu).

Wonfurt
Die Gemeinderatswahl in Wonfurt hat eine leichte Verschiebung der Sitzverhältnisse und vier neue Gemeinderatsmitglieder erbracht. Sieger ist die CSU, die mit der bisherigen Zweiten Bürgermeisterin Isolde Schuck, dem bisherigen Gemeinderat Josef Kram und den beiden neuen Ratsmitgliedern Cäcilie Werner und Egon Vogt ein Mandat gegenüber der Wahl im Jahr 2008 dazu gewonnen hat. Überraschend allerdings ist, dass Manfred Bengel, das Urgestein der CSU Wonfurt, aus dem Gemeinderat herausgewählt wurde. Verlierer der Wahl ist die Dampfacher Liste (DL), die bisher drei Gemeinderäte stellte und nun nur noch durch Bernd Riedlmeier und Paul Hauck vertreten ist. Alle drei restlichen Listen haben wie bei der Wahl 2008 jeweils zwei Sitze errungen. Wiedergewählt wurden Wolfgang Thein (Steinsfelder Liste, SL), Rudolf Weidenbacher (SPD/Freie Wählergemeinschaft) sowie Karl Hellwig und Franz-Josef Selig (Bündnis 90/Die Grünen). Neu im Gemeinderat sind Mario Eller (SL) und Ingo Klaus (SPD/FWG). In Wonfurt gab es am Sonntag keine Bürgermeisterwahl. ul


Sand
Die Kräfteverhältnisse im Sander Gemeinderat bleiben unverändert. Jede der drei Gruppierungen im neuen Ratsgremium, das aus 16 Mitgliedern besteht, hat die gleiche Zahl der Mandate wie zuvor.
Stärkste Fraktion bleibt die CSU/Freie Sander Wähler mit acht Sitzen. Gewählt wurden: Gerhard Zösch, Doris Kümmel, Klaus Ullrich, Antonie Bergmann, Rainer Mahr, Robert Wagner, Ute Lutz und Edeltraud Schnapp.
Die SPD/Sander Bürgerliste behält ihre vier Sitze mit Paul Hümmer, Roland Mahr, Bastian Hümmer und Klaus Holland. Es ist etwas Besonderes, dass mit Paul Hümmer und Bastian Hümmer Vater und Sohn im Gemeinderat vertreten sind. Das Gemeinderecht lässt das zu. Für die Freien Sander Bürger (FSB) haben vier Gemeinderäte ein Mandat (wie bisher). Das sind: Jörg Kümmel, Heinrich Schmitt, Christian Lorz und Johannes Krines. Insgesamt sind sechs "Neue" im Sander Rat. Bürgermeister ist Bernhard Ruß, der in der Stichwahl noch Landrat im Kreis Haßberge werden kann. ks


Eltmann
Ein bekannter Kommunalpolitiker wird im Eltmanner Stadtrat in der neuen Legislaturperiode fehlen: Der bisherige CSU-Rat Josef Schwemmlein hat es nicht mehr geschafft.
Er ist ein kommunalpolitisches Urgestein. Seit 48 Jahren hat er Sitz und Stimme im Eltmanner Stadtrat, ab 1. Mai allerdings nicht mehr. Es sei denn, ein Nachrücker würde benötigt. Dann ist Josef Schwemmlein der erste Anwärter.
Die Stadtratswahl hat in Eltmann kaum Veränderungen gebracht. Die CSU hat ihre sieben Sitze behauptet. Die SPD hat ein Mandat verloren und hat jetzt nur noch fünf. Die gleiche Anzahl an Räten stellt die Überparteiliche Liste Eltmann (unverändert). Den Sitz der SPD hat die Limbacher Liste ergattert, die jetzt mit drei statt bisher zwei Räten vertreten ist.
So sieht der Eltmanner Stadtrat künftig aus: Für die CSU haben die Mandate errungen: Manfred Engel, Günther Hofmann, Joachim Stark, Bruno Wittig, Julia Müller sowie Jens Witthüser und Thomas Bauerschmitt. ÜPL: Peter Kremer, Peter Klein, Josef Scheller, Hans Nölscher und Jürgen Malinowski. SPD: Hans-Georg Häfner, Wolfgang Brühl, Ullrich Pfuhlmann, Jürgen Kolbert und Herbert Nölscher. Limbacher Liste: Aloysius Böhnlein und Thomas Pflaum, Isabella Friedrich. ks


Ebelsbach
Bei der Gemeinderatswahl in Ebelsbach ist eine kuriose Situation eingetreten. Möglicherweise muss bei der SPD ein Los darüber entscheiden, wer in den Rat einzieht.
Möglicherweise! Die SPD bekommt drei Sitze im neuen Rat, einen mehr als bisher. Ausgerechnet auf Platz drei liegen nach dem vorläufigen Ergebnis zwei Kandidaten mit der exakt gleichen Stimmenzahl. Das sind Sigrid Rippstein und Christoph Dörr. Sicher im Gemeinderat sind die SPD-Bewerber Martin Horn und Norbert Wippich, aber wer ist der oder die Dritte? Laut Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach werden jetzt die Stimmzettel überprüft, die der Wahlvorstand mit Beschluss behandelt hat. Möglicherweise ergibt sich bei dieser Prüfung eine Änderung der Stimmenzahl, die dann ein eindeutiges Ergebnis bringt. Eventuell aber auch nicht. Bleibt die Stimmenzahl für Platz drei nach der Prüfung gleich, entscheidet das Los zwischen Rippstein und Dörr.
Die weiteren Resultate: Die Bürgernahe Liste behält ihre sechs Mandate mit Florian Mayer, Helmut Zirnsak, Andreas Hoch, Michaela Eisenacher sowie Reinhold Strätz und Werner Schöpplein. Die CSU gewann einen Sitz hinzu und hat jetzt auch sechs, und zwar für Martin Wasser, Christian Zehendner, Susanne Langer, Hedwig Kraft sowie Roland Metzner und Helmut Schöpplein. Die Freie Wählerliste hat ihr Mandat behauptet (Alexander Käb). Nicht mehr angetreten zur Gemeinderatswahl ist die Junge Liste, die bisher zwei Plätze im Rat hatte. Der Bürgermeister bleibt Walter Ziegler von der BNL. ks


Oberaurach
Die Freie Wählergemeinschaft hat bei der Gemeinderatswahl in Oberaurach ein Mandat hinzugewonnen. Sie hat vier statt bisher drei Sitze. Verloren hat den Platz die SPD/ ABO (drei statt bisher vier Mandate). Ansonsten haben sich im 16-köpfigen Rat kaum Veränderungen ergeben.
Die CSU behält ihre sechs Sitze im Gemeinderat mit Hans Albert, Wolfgang Albert, Manfred Eichhorn, Klaus Thomas sowie Dietmar Hofmann und Dieter Dümmler. Die Freie Wählergemeinschaft vertreten die vier Räte Sabine Weinbeer, Norbert Gülta, Christine Stark und Alexander Diem. Sitz und Stimme für SPD/ABO haben: Thomas Karg, Roland Baumann sowie Uwe Endres. Für die Jungen Bürger Oberaurach sitzen im Ratsgremium: Georg Jäger, Julian Bayer und Tobias Thomann. Als Bürgermeister wurde Thomas Sechser (CSU) bestätigt. ks


Zeil
Die Balance zwischen den drei politischen Kräften im Zeiler Stadtrat bleibt gewahrt. Die Kommunalwahl am Sonntag hat keine Änderungen gebracht.
Es bleibt bei der Sitzverteilung im 20-köpfigen Stadtrat, wie sie bisher schon bestanden hat. Die CSU behält acht Stadträte, die SPD sieben Mandatsträger, und die Überparteiliche Zeiler Liste (ÜZL) stellt weiterhin fünf Räte.
In Zeil besteht weitgehend Konsens, dass diese Konstellation sich über Jahre und Jahrzehnte bewährt hat. Das Entscheidende: Keine der drei Kräfte hat die absolute Mehrheit. Wenngleich: Parteipolitik spielte im Stadtrat Zeil in der Vergangenheit ohnehin keine große Rolle. Es ging stets um die Sache.
Zu den 20 Stadträten kommt als 21. Stimme der Bürgermeister. Das ist Thomas Stadelmann von der SPD, der am Sonntag mit einem deutlichen Ergebnis im Amt bestätigt worden ist. Er hatte keinen Gegenkandidaten.
Der Zeiler Stadtrat hat sieben neue Mitglieder. Sie rückten nach für sechs Stadträte, die nicht mehr zur Wahl angetreten waren, und eine einzige Stadträtin, die bei der Wahl gescheitert ist. Das ist die SPD-Bewerberin Margarete Stahl. Nicht mehr angetreten waren Ludwig Leisentritt und Achim Seufert (beide SPD), Josh Mahr und Bernhard Hager (beide CSU) sowie Eva Göller und Karl Heinz Schübert (beide ÜZL).
Der neue Zeiler Stadtrat setzt sich wie folgt zusammen: Die acht CSU-Stadträte sind Anton Aumüller, Paul Berchtold, Dieter Köpf, Andreas Diehm, Michael Brehm, Marcus Fröhlich, Imelda Hetterich und Adelinde Friedrich. Bei der SPD wurden berufen: Helmut Trautner, Harald Kuhn, Christine Straub, Rainer Betz, Julia Pfaff, Verena Übel und Bastian Rößner. Für die ÜZL haben Sitz und Stimme im Stadtrat: Christl Pottler, Peter Brech, Peter Pfaff, Michael Minnich und Tobias Hetterich.

Stettfeld
Für jeden "Schwarzen" ist das kleine Dorf an der Landkreisgrenze Haßberge ein Traum. Im Gemeinderat von Stettfeld sind die Christsozialen nun eine stärkere Kraft, denn gegenüber 2008 haben sie ein Mandat hinzugewonnen und besetzen nun sechs Plätze: Dorothea Simon sowie Helmut Schöpplein, Walfried Spath, Udo Busch, Theo Götz, Hilmar Folger. Mit 51,05 Prozent insgesamt regiert die CSU in Stettfeld künftig quasi als Alleinherrscher, denn sie hat mit Bürgermeister Alfons Hartlieb die absolute Mehrheit.
Verlierer der Wahl ist die Dorfgemeinschaft Stettfeld, die einen Platz im Gemeinderat einbüßt und nur noch drei Vertreter - wenn auch altgediente Recken - im Gremium stellt: Siegfried Wilhelm, Johann Müller und Gerald Simon.
Für die SPD sitzen im Stettfelder Gemeinderat: Hannelore Schlee, Nicole Meyer und Adrian Pflaum. Die Wahlbeteiligung ist gegenüber 2008 gesunken, und zwar von 79,83 Prozent auf 76,37 Prozent. kra


Knetzgau
In Knetzgau ziehen die Grünen (Bündnis 90/Die Grünen/Ökologische Liste für Knetzgau und Ortsteile) in den Gemeinderat ein mit einem Vertreter, und das ist Peter Werner. FDP/Freie Bürger haben drei Sitze: Bernhard Jilke, Udo Vogt und Martina Döllner. 2008 hatte die FDP zwei Sitze und die damals noch vorhandenen Mündigen Bürger auch zwei. Gleich geblieben sind die Sitzverteilungen bei den anderen Gruppierungen. Für die CSU sitzen im Gemeinderat Mark Zehe, Michael Melber, Wilhelm Fuß, Barbara Hein, Philipp Schierling und Stefan Seubert; für die Christliche Wählergemeinschaft (CWG) Knetzgau und Ortsteile: Stefan Paulus, Robert Beetz, Konrad Pfister, Susanne Haase-Leykam, und Fred Schmalz.
In Knetzgau gibt es um das Bürgermeisteramt eine Stichwahl zwischen Amtsinhaber Stefan Paulus und Michael Melber. Somit kommen als Nachrücker in Frage bei der CSU Markus Krines und bei der CWG Anna-Maria Markfelder.
Für die SPD sitzen im Knetzgauer Gemeinderat: Heinrich Düring, Friedbert Betz, Udo Schmalz; und für die Junge Liste sind Jürgen Männling und Florian Klug im Gemeinderat. kra


Theres
Der Thereser Gemeinderat hat 14 Plätze. Mit der neuen Legislaturperiode zieht für die Soziale Unabhängige Bürgergemeinschaft (SUBG) Uwe Stühler ganz neu in das Gremium ein. Die CSU/Dorfgemeinschaft Untertheres bleibt bei unverändert vier Sitzen mit Alexander Schäflein, Roland Klement, Manfred Rott, Katharina Wohlpart-Wagenhäuser. Unverändert gegenüber 2008 ist es auch in der SPD mit Joachim Türke, Detlef Stingl und Jürgen Binder. Einen Sitz verliert hingegen die Oberthereser Gemeinschaftsliste und kommt nur noch auf drei Plätze. Sie besetzen Manfred Eckhart, Heribert Hahn, Matthias Stadler. Gleich bleibt es bei den Thereser Demokraten mit Jürgen Weisensee und Heinz Stützlein; ebenso bei der Wählergemeinschaft Horhausen mit einem Sitz, den Karl Matzke belegt.
Die Wahlbeteiligung in der Gemeinde Theres sank gegenüber der Kommunalwahl vor sechs Jahren (2008) von 72,34 auf jetzt 68,48 Prozent. kra


Riedbach
Ein dutzend Plätze gilt es zu besetzten im Gemeinderat von Riedbach für die Periode 2008 bis 2014: In der Haßberg-Gemeinde hat sich bei der Dorfliste Kleinsteinach (DLK) und der Ortsliste Mechenried (OLM) sowie bei der Liste Kleinmünster (LK) nicht viel getan, alle drei Listen halten wie 2008 dieselbe Zahl der Sitze im Gemeinderat. Somit sitzen im Gemeinderat Riedbach von der DLK: Elke Heusinger, Siegfried Sauerteig, Helmut Krug; von der OLM: Detlef Hofmann, Armin Holzheimer, Christian Klopf; von der LK: Christiane Marquardt, Arnold Niedt.
Gewinner der Wahl 2014 ist die CSU, sie hat künftig zwei Sitze (statt einem Mandat), die Bernd Fischer und Thomas Rückert besetzen. Weil Bernd Fischer zum neuen Bürgermeister berufen worden ist, rückt Armin Häusinger für ihn als Gemeinderat nach.
Einen Sitz verloren, nun nur noch zwei Sitze, hat die Freie Wählergemeinschaft Riedbach. Das sind Gert Bauer und Roland Werb. Die Wahlbeteiligung in Riedbach ist 2014 gesunken auf 79,10 Prozent. Im Jahr 2008 lag sie noch bei 87,46 Prozent. kra


Gädheim
In den Gemeinderat Gädheim ziehen ein, von der CWG: Klaus Eußner, Peter Kraus, Klemens Pfaff; für die CSU: Doris Scheller-Gräf, Manfred Vollert, Volker Wrosch; für die SPD: Wolfgang Rothländer und Katharina Pedraza; für die Freie Wählergemeinschaft Udo Knauer und Klaus Sterlings und für die Dorfgemeinschaft Udo Sahlender und Günther Friedrich.
Die Christliche Wählergemeinschaft Gädheim (CWG) hat gegenüber 2008 einen Platz verloren. Hinzugewonnen hat die Dorfgemeinschaft, denn sie besetzt nun einen statt zwei Plätze im Gremium. kra


Königsberg
Bei der Stadtratswahl in Königsberg bleibt die CSU die bestimmende Fraktion. Wie vor sechs Jahren zieht die Union mit sieben Sitzen in das Gremium ein. Auch die SPD wird wiederum mit vier Sitzen im Stadtrat vertreten sein. Einen Sitz verliert die FWG an die neu gegründete Offene Hellinger Liste. Voraussichtlich setzt sich der Königsberger Stadtrat wie folgt zusammen - für die CSU: Alexander Krauser, Dagmar Kirchner, Otto Kirchner, Thomas Hendrich, Peter Schüler, Rainer Vierneusel und Alexander Faust (als Nachrücker für den neuen Bürgermeister Uwe Beck). FWG: Erich Stubenrauch, Claus Bittenbrünn, Alfred Austel und Ralf Schlinke. SPD: Gabriele Blank-Henk, Eddi Klug, Eva Rügheimer und Anita Koch-Eckert. Und Hellinger Liste: Frank Slawik. sn


Ebern
Siegessicher war er sich immer gewesen: "Mir hatten sogar Mitglieder des CSU-Vorstandes verraten, dass sie diesmal mich wählen würden", streute Jürgen Hennemann (SPD) schon vor der Wahl in vertrauter Runde. Dass er aber in sämtlichen Wahlbezirken die Mehrheit bekommen hat, überraschte ihn dann doch, wie eine ersten Analyse bei der Wahlparty im "Vera Cruz" ergab. "Sogar in Bischwind, Bramberg und Jesserndorf habe ich gewonnen", staunte der überglückliche Sieger über den Triumph in CSU-Hochburgen.
An eine Zwei-Drittel-Mehrheit hat auch Hennemann selbst in kühnsten Träume nicht gedacht. Er erhielt auch bei der Stadtratswahl mit Abstand die meisten Stimmen (5424). Da hielt nur noch eine mit, die am Wahlabend noch für die Versorgung der Mannschaft im Ämtergebäude zuständig war und sie mit belegten Brötchen eindeckte: Marion Müller (CSU) mit 3098 Stimmen.
Aber auch sie konnte das Absacken ihrer Partei in der Wählergunst nicht verhindern.
Nicht nur, dass die Spitzenkandidatin Barbara Baumbach, deren Klinkenputzen nicht honoriert wurde, eine deutliche Abfuhr hinnehmen musste, die CSU verliert im Stadtrat auch drei Sitze. Diese drei Fraktionsplätze teilen sich SPD, Junge Liste und Freie Wähler unter einander auf.
Der Schritt, zunächst die CSU-Fraktion und dann die Partei zu verlassen, hat augenscheinlichThomas Limpert geholfen: Er vereinte die drittmeisten Stimmen auf sich und steigerte sein Ergebnis von 2008 um 1383 Stimmen.
Einen "Sieg" feiert auch der Stadtteil Jesserndorf, dessen "Langzeitvertreter" Otmar Schmitt nicht mehr kandidierte, nun aber von drei Ortsbewohnern in zwei Fraktionen mehr als ersetzt wird.
Die Konstellation im Stadtrat:
SPD: Werner Riegel (2176 Stimmen), Irene Jungnickl (2003), Brunhilde Giegold (1962), Werner Freibott (1653), Ulrike Zettelmeier (1531), Karin Kaiser (neu, 1374);
CSU: Marion Müller (3098), Dieter Gerstenkorn (2883), Gabriele Rögner (2248), Barbara Baumbach (neu, 2179), Markus Fausten (neu, 1261), Manfred Fausten (1222);
Junge Liste: Isabell Kuhn (2279), Sebastian Stastny (2078) Rainer Kaffer (neu, 1628);
Freie Wähler: Thomas Limpert (2893), Philipp Arnold (neu 2781), Rüdiger Ebert (neu, 886);
FDP/Freie Bürger: Harald Pascher (2466);
Alternative Liste: Klaus Schineller (neu, 1160). RK


Rentweinsdorf/Pfarrweisach
Die Sendelbacher hatten die Nase vorn: Sie waren am Sonntag das erste Wahllokal, das sein Ergebnis der Bürgermeisterwahl schon kurz nach 18.15 Uhr an die Verwaltung in Ebern meldete. Genützt hat es nichts, denn die Wähler in der Marktgemeinde müssen in zwei Wochen nochmals ihr Kreuzchen machen. Stichwahl zwischen dem Amtsinhaber Willi Sendelbeck (SPD) und dem Herausforderer ums Bürgermeisteramt, Kurt Weißheimer (ÜWG).
Bei der Gemeinderatswahl fiel das Votum eindeutig aus: Weißheimer bekam 1289 Stimmen, Sendelbeck nur 1062. Den Ausschlag dürften die CSU-Wähler geben, deren Kandidat Armin Schätzlein aus dem Rennen ist.
Eine Wahlempfehlung wird es von Seiten der CSU, die vor sechs Jahren bei der Besetzung der Posten von Zweitem und Drittem Bürgermeister gemeinsame Sache mit der SPD machte, nicht geben.
Der Ortsvorsitzende Willi Andres erklärte auf Nachfrage: "Wir werden das im Vorstand zwar besprechen, aber wir heißen CSU/Freie Wählergemeinschaft, deshalb sollen unsere Leute auch frei darüber entscheiden können."

Klientel fehlte

Zum Wahlausgang selbst sagte Andres: "Wir hatten eine gute Liste, aber manchen Kandidaten fehlte das entsprechende Klientel. Wir sind nicht enttäuscht, denn man man muss auch damit rechnen, dass man so eine Wahl verliert."
Gewählt wurden:
Überparteiliche Wähler: Kurt Weißheimer (1289), Petra Haubner (863), Ludwig Bock (691), Matthias Sperber (neu, 551), Helmut Grell (531);
SPD: Willi Sendelbeck (1062), Ulrike Trunk (636), Mathias Sperber (neu, 517), Matthias Bär (409);
CSU: Willi Andres (534), Armin Schätzlein (neu, 483), Volker Zürl (444).
Kein leichtes "Regieren" wird es für den neuen Bürgermeister in Pfarrweisach. Nicht nur, dass er es mit 999 Stimmen nicht auf Rang 1 der eigenen Liste schaffte, er verfügt auch im Gemeinderat über keine Mehrheit. Auf Unterstützung kann er durch den bald Ex-Bürgermeister Hermann Martin bauen.
CSU/FW/KUL: Markus Oppelt (874), Klaus Dünisch (797), Werner Hauck (790), Rüdiger Kuhn (790), Josef Kneuer (755), Rita Böhm (655), Martin Kuhn (643);
Unabhängige Liste Bürgerblock: Reiner Mönch (1018), Sebastian Bock (957), Ellen Raithel (735), Hermann Martin (544), Christoph Göttel (500). RK



Maroldsweisach/Untermerzbach
Die "rote Hochburg" Maroldsweisach hat wieder einen SPD-Bürgermeister, und dessen Partei stellt auch die stärkste Fraktion. Anders ergeht es dem SPD-Bürgermeister von Untermerzbach, Helmut Dietz, der sich seine Mehrheiten suchen muss.
In Maroldsweisach wurden gewählt:
SPD: Herbert Baum (1675), Gunther Hartleb (1515, Gerhard Gagel (1256), Gerald Welz (814), Werner Thein (740), Helmut Berwind (645).
CSU: Harald Deringer (2028), Rupert Fichtner (1106), Melanie Gräbner (1005), Gerald Hellmuth (911), Dieter Hepp (728);
Junge Christliche Union: Heidi Müller-Gärtner (851), Stefan Böhm (767);
Freie Wählergemeinschaft: Nikolaus Schober (849), Günter Freß (669);
Junge Bürger: Doreen Büschel (466).
Zwölf Sitze verteilen sjch im Untermerzbacher Gemeinderat auf drei Gruppierungen, wo jede vier Plätze beansprucht.
SPD: Martin Mölter (865), Jürgen Fromm (559), Anna Döhler (neu, 490), Heinrich Döhler (361);
Bürgerblock/Freie Wähler: Siegfried Kirchner (1027), Gerald Karl (572), Norbert Scheichenost (564), Gerhard Roth (neu, 504);
CSU: Birgit Finzel (933), Dieter Reisenweber (719), Robert Bohla (481), Sanda Schramm (neu 470).
Die meisten Stimmen gingen somit an den bisherigen Zweiten Bürgermeister Siegfried Kirchner. RK


Burgpreppach/Breitbrunn/Kirchlauter/Ermershausen
Markus Schorn
war der Quoten-König

Burgpreppach — Haben die Burgpreppacher den falschen Bürgermeister gewählt? Nicht der CSU-Mann Hermann Niediek holte bei der Gemeinderatswahl die meisten Stimmen, sondern Markus Schorn (Bürgerwohl/1378). Was beide verbindet: Sie kandidierten auf der "gemeinsamen Liste", einem Zusammenschluss mehrerer Gruppierungen aus der Marktgemeinde, die nun auch über ein klare Mehrheit verfügt.
Gemeinsame Liste: Markus Schorn (1378), Hermann Niediek (1197), Klaus Wichler (1089), Reinhold Klein (869), Markus Hahn (823), Günther Stottele (798), Manfred Fuchs (680), Bertram Reuß (618), Rainer Schüll (590);
Gemeinwohl: Jörg Denninger (968), Helmut Schwappach (794), Michael Krug (673), Werner Thein (493).
SPD legt in Kirchlauter und Neubrunn kräftig zu

Kirchlauter — Auch bei der Gemeinderatswahl war der neue Bürgermeister Karl-Heinz Kandler (SPD) mit 1137 Stimmen der Quotenkönig (Jochen Steppert, CSU: 978). Kandler zog damit auch seine SPD hoch, die zwei Sitze hinzugewinnt, während die CSU verliert. Interessante Konstellation dabei: Die Stimme des einzigen Freien Wähler Uwe Derra könnte bei Kampfabstimmungen das Zünglein an der Waage spielen
SPD: Martin Luckardt (neu,1051), Reinhold Stöhr (850), Irene Derra (788), Wolfgang Holzmann (neu, 627) Heidi Bayer (493);
CSU: Jochen Steppert (978), Robert Muckelbauer (672), Horst Gehring (608), Marieanne Baum (523);
Junge Liste: Eva-Maria Schmitt (668), Michael Tischner (neu, 286);
Freie Wähler: Uwe Derra (263).
Neue Liste holt auf Anhieb drei Mandate

Breitbrunn — Mit drei Mann zieht die neue Liste der Unabhängigen Kandidaten in den neuen Gemeinderat ein, der sich wie folgt zusammensetzt:
Freie Wähler: Thomas Schlee (918 Stimmen), Ralf Hofmann (617), Thomas Bendner (608), Robert Melber (519), Christian Beierlieb (375), Winfried Schnitzer (357);
Unabhängige Kandidaten: Georg Kundmüller (77&), Michael Lang (491), Manfred Wolf (268);
CSU: Christine Kuchenmeister (313), Michael Geiling (304);
Bürgernahe Liste: Frank Fella (263).
Freie Wähler holen
sich die Mehrheit

Ermershausen — Der kleinste Gemeinderat im Kreis ist fest in Hand der Freien Wähler. Mit 5:4 Stimmen haben sie und ihr Bürgermeister Günter Pfeiffer die Mehrheit. Dessen Gegenkandidat Theo Vey schaffte gerade noch den Sprung.
Freie Wähler: Lydia Steuter (471), Matthias Keßler (347), Gertrud Pößnecker (341), Volker Pfeiffer (312).
Bürgerliste: Stefan Lüdecke (584), Klaus Welz (379)Walter Herold (311) und Theo Vey (288 Stimmen). RK