Das evangelisch-lutherische Dekanat Rügheim hatte für den Samstag zur Herbstsynode nach Rügheim eingeladen. Im Rahmen des Gottesdienstes führte Dekan Jürgen Blechschmidt Pfarrer Michael Thiedmann als Schulbeauftragten sowie Pfarrerin Melanie von Truchseß als neue Seniorin in ihre Ämter ein. Im Laufe der Synode wählten die Delegierten Frau von Truchseß zudem als neues Mitglied in den Dekanatsausschuss.

Die Herbstsynode wurde traditionell mit dem Gottesdienst in der Rügheimer Kirche eröffnet. Die musikalische Umrahmung lag in den bewährten Händen von Bezirkskantor Matthias Göttemann, der die Orgel spielte. Bei der Liturgie wirkten außerdem Pfarrer Michael Thiedmann, der auch die Predigt hielt, sowie die beiden Synodalpräsidenten Gisela Schott und Gerhard Koch mit.

Pfarrer Thiedmann griff das Gleichnis von den anvertrauten Talenten - welches bereits in der Evangeliumslesung seinen Platz hatte - in der Predigt auf und machte bei seinen Ausführungen deutlich, wie "sich dieses je nach Blickwinkel immer wieder neu erschließt". Er stellte heraus, dass jegliche Gabe, die einem Menschen von Gott anvertraut ist, dazu da ist, auch genutzt zu werden. Welch unterschiedliche "Talente" das sind, durfte er nach eigenem Bekunden in den ersten Wochen nach seiner Amtseinführung immer wieder persönlich erleben.

Thiedmann erzählte das bekannte Gleichnis neu, aber auch modern und schloss daraus, dass sich niemand von der Angst und Verunsicherung gefangen nehmen und entmutigen lassen sollte, den gestellten Aufgaben nicht gewachsen zu sein. Im Blick auf die vielen zum Teil im Verborgenen liegenden Gaben meinte er: Gerade die unbezahlten, sprich unbezahlbaren Gaben, seien es, die letztendlich wichtig sind. Denn, so der Prediger abschließend wörtlich: "Gott hat uns alle begabt, vertraut uns etwas an und traut uns etwas zu."

Im Anschluss an den Gottesdienst fanden sich die Synodalen im Martin-Luther-Haus ein, wo Dekan Jürgen Blechschmidt seinen Bericht vortrug. Zuvor gab man dem Superintendenten Johannes Haak vom Nachbarkirchenkreis Hildburghausen-Eisfeld die Gelegenheit, ein Grußwort an die Versammlung zu richten. Dieser erinnerte dabei an die besonderen Ereignisse, die sich um den Zeitraum der ersten Novemberwoche ranken, so zum Beispiel an den "Schicksalstag der Deutschen" (9. November) als auch im reformatorischen Gedenken an Luthers Geburts- und Tauftag.

Nach den abgeschlossenen Kirchenvorstandswahlen wird es im kommenden Frühjahr eine neue Zusammensetzung der Synode geben. Dies nahm das Präsidium zum Anlass, einen Rückblick auf die vergangenen fünfeinhalb Jahre der Zusammenarbeit zu geben. Man stellte heraus, dass es stets ein Anliegen war, den Pfarrämtern und Kirchengemeinden, so gut es geht zur Seite zu stehen. Dies zeigt sich gerade in den beträchtlichen Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung der Kirchengemeinden, die der Dekanatsausschuss in der zu Ende gehenden Sitzungsperiode beschlossen hatte.

Was die Ergänzungszuweisungen seitens der Landeskirche betrifft, so war man mit dem neuen gesetzlichen Sachverhalt nicht zufrieden, so dass sich der Dekanatsausschuss veranlasst sah, eine entsprechende Eingabe zu machen, die jedoch bisher unbeantwortet blieb. Nach Rücksprache mit den Synodalen entschloss man sich zu einer erneuten Petition in dieser Angelegenheit.

Gerne warf das Präsidium auch einen Blick auf die "Highlights" der jüngsten Wahlperiode, als da sind: Himmelfahrtsgottesdienst, unterfränkischer sowie Dekanatskirchentag, ökumenisches Christusfest sowie die Pilgerfahrt anlässlich des Reformationsjubiläums 2017.

Bei der Stellensituation sieht es derzeit so aus, dass Oberlauringen und Rentweinsdorf vakant sind, während Westheim wieder besetzt werden konnte, da Pfarrerin Doris Otminghaus von Haßfurt in die genannte Gemeinde wechselte. Als neue Kollegen konnten einerseits Pfarrer Michael Thiedmann in Burgpreppach, andererseits Pfarrerin Sabine Hopperdietzel in Haßfurt willkommen geheißen werden.

Nach den Kirchenvorstandswahlen kommt es sowohl in der Synode als auch im Dekanatsausschuss teilweise zu Neubesetzungen. Blechschmidt verdeutlichte in diesem Zusammenhang, "dass es sehr wichtig ist, dass in unsere neue Dekanatssynode und in den neuen Dekanatsausschuss Personen gewählt werden, die konsequent die Anliegen der Ortsgemeinden vertreten und gleichzeitig zur Zusammenarbeit mit den anderen Kirchengemeinden im Dekanat bereit sind".

Abschließend wurde noch auf einige herausragende Termine hingewiesen, wie zum Beispiel auf den Dekanatsfrauentag am kommenden Samstag sowie auf die Frühjahrssynode und die geplante Israelreise Anfang nächsten Jahres. Dekan Blechschmidt dankte den Synodalen für die gedeihliche Mitarbeit.