Der bayerische Löwe brüllte beim 40. Jubiläum der Siedler- und Eigenheimervereinigung Untersteinbach. Da bekam der Ehrenvorsitzende Manfred Ott im Beisein der etwa 60 Mitglieder ganz offiziell einen solchen überreicht. Und das Prachtexemplar ließ ein Strahlen über sein Gesicht gehen. Ott war 28 Jahre lang quasi der personifizierte Siedlerverein als dessen Vorsitzender.

Vorsitzender Gerhard Bäuerlein erinnerte an das Gründungsjahr 1974: Unter den 13 Siedlern, die sich damals im Café Kindshuber trafen, war auch Ott. Die Steigerwälder hatten ein Ziel: Hilfeleistung, Beratung, Informationen und Gedankenaustausch rund um das Haus. Mittlerweile hat der Siedlerverein etwas vorzuweisen, denn dank zahlreicher Vereinsfeste wurden zahlreiche Gemeinschaftsgeräte angeschafft.

Bis 1987 wurde der "Maschinenpark" so groß, dass ein Geräteraum errichtet werden musste.
Den Platz zum Aufstellen der Fertiggarage stellte die Gemeinde zur Verfügung. Und 2013 folgte eine zweite Fertiggarage als Geräteraum.

130 Mitglieder hat der Verein aktuell, vier davon, sagte Bäuerlein, seien passiv. Einer, der immer aktiv war, ist Manfred Ott, von 1974 bis 2002 Vorsitzender des Siedlervereins. Es folgten Julius Bauer (bis 2012) und Gerhard Bäuerlein.

Der Zweite Bürgermeister von Rauhenebrach, Alfred Bauer, hob den wichtigen Beitrag der Siedler zum gesellschaftlichen Leben in den Dörfern hervor. Im Anschluss überbrachte Landesvorstandsmitglied Georg Grembler den Untersteinbachern Glückwünsche des Eigenheimerverbandes Bayern. Eigenheimervereinigungen, erinnerte er, seien oft zu dem Zweck gegründet worden, um mit Sammelbestellungen die Mitglieder mit Brennstoffen, Tierfutter oder anderen Wirtschaftsgütern zu versorgen. Man baute gemeinsam, man kaufte gemeinsam ein, man beriet und half sich gegenseitig, etwa bei der Garten- Nutzung. Man traf sich regelmäßig und lernte sich dabei kennen und schätzen. Es sei seine feste Überzeugung, so hob Grembler hervor, dass die Eigenheimer ein Modell für gute Gemeinschaft und Nachbarschaftshilfe abgeben, das in Zeiten, wo es den Menschen nicht mehr so gut gehe, wieder an Bedeutung zunehme. Sich gegenseitig zu helfen, werde bald wieder "in" sein. Eine gute und motivierte "Mannschaft" gab und gebe es beim Siedlerverein Untersteinbach hob Grembler lobend hervor.

Anschließend gab es eine Reihe von Ehrungen. Als Gründungsmitglieder wurden ausgezeichnet: Gerhard Bäuerlein, Erika Braun, Winfried Ernst, Franz Helmerich, Richard Hirt, Werner Kretowicz, Manfred Ott und Robert Wolf. Für 40 Jahre Treue zum Verein wurden geehrt: Robert Hirt, Rudolf Karbacher und Karl Schwab; für 25 Jahre Anton Mützel.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Eigenheimerverbandes in Silber erhielten: Julius Bauer (zehn Jahre Vorsitzender), Günther Göpfert (14 Jahre Beisitzer und Gerätewart), Manfred Weigl (zwölf Jahre Kassenprüfer und Vereinswirt). Die Verdienstmedaille in Silber erhielten Oskar Müller (22 Jahre Zweiter Vorsitzender), Bernhard Rüth (22 Jahre Kassier), Eugen Schmitt (18 Jahre Beisitzer und Maschinenwart).

Von Herzen gönnten die Anwesenden die ganz besondere Ehrung von Manfred Ott. Er erhielt den bayerischen Löwen des Siedler- und Eigenheimerverbandes überreicht. Anschließend gab Monika Weinbeer noch einen Einblick in die 40-jährige Vereinsgeschichte. heki