Bei der Sitzung des Ausschusses am Donnerstag im Landratsamt Haßfurt berichtete der Arbeitskreis, Rechtsradikalismus sei derzeit an den Schulen im Kreis "kein akutes Problem". Allerdings seien "gelegentlich auftretende Tendenzen" mitgeteilt worden.

So hätten etwa einige Schüler umstrittene Musikstücke gehört oder "Stammtischparolen" benutzt. Eine Schule habe auch Hakenkreuz-Schmierereien gemeldet. Jedoch arbeiten alle Schulen daran, über das Thema aufzuklären, heißt es in dem Bericht weiter.

Auszeichnung für drei Schulen

Rechtsradikalismus werde sowohl im Rahmen des Lehrplans als auch bei aktuellen Anlässen besprochen. Zudem würden an allen Schulen präventive Programme oder Aktionen dazu laufen.
Drei Schulen haben (oder werden) dafür das Prädikat "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" (ein bundesweites Aktionsbündnis gegen Rassismus) erhalten: das Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern, die Realschule Eltmann und bald auch das Förderzentrum in Pfaffendorf.

Der Arbeitskreis Schulentwicklung im Kreis Haßberge hat sich für eine "flächendeckende und umfassende Präventionsarbeit" an Schulen und Kindergärten ausgesprochen. Deswegen soll das Programm "Faustlos", ein Gewaltpräventionsprogramm des Heidelberger Präventionszentrums, umgesetzt werden. Die Stiftung "Bündnis für Kinder" will das mitfinanzieren, erfuhr der Ausschuss.