Zu dieser Zweckgemeinschaft gehören Ortschaften des Marktes Rentweinsdorf, des Marktes Rattelsdorf, der Gemeinde Untermerzbach und der Stadt Ebern. Und dabei setzt sich der Trend der Vorjahre fort: Bestes Wasser, beste Zahlen - keine Schulden, keine Kreditaufnahme.
Da huscht selbst dem sonst eher unterkühlt wirkenden Horst Junge aus der VG-Kämmerei gelegentlich ein Lächeln übers Gesicht. Bei solch positiven Ergebnissen. Und was die Wasserabnehmer am meisten interessiert: Der Wasserpreis bleibt unverändert bei 1,22 Euro je Kubikmeter. Ein Tarif, der seit Ende 2008 gilt.
Der Hauptposten im Haushalt sind die Einnahmen aus Wassergebühren, die in den letzten beiden Jahren wegen geringerer Abgabemengen leicht rückläufig waren (2010: 137 800 Euro) und heuer mit 140 000 Euro angesetzt wurden, da sowohl Junge wie auch Bürgermeister Willi Sendelbeck (SPD) in seiner Eigenschaft als Zweckverbandsvorsitzender mit einigen Neuanschließern aufgrund von Hausbauten im Siedlungsgebiet "Kappelleite" rechnen.
Den größten Ausgabenposten macht der Wassereinkauf aus: 93 000 Euro hat Junge angesetzt, im Vorjahr waren dafür 87 500 Euro überwiesen worden. Das kostbare Nass wird von der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) zum Kubikmeterpreis von 0,86 Euro bezogen. Auf diesen Preis werden noch die Kosten für Wasserwarte und Verwaltung aufgeschlagen.
Für Investitionen wurden 86 000 Euro angesetzt. Dabei geht es um die Erschließung der Straßen "Am Schäfers- graben" und "Am Kalkofen" in der Kappelleite in Rentweinsdorf sowie um Leitungserneuerungen in Poppendorf und Mürsbach sowie Restarbeiten in Medlitz.
Zum Haushaltsausgleich, so Junge, war - wie in den Vorjahren - eine Entnahme aus den Rücklagen notwendig. Die schwindet nun um weitere 80 000 Euro, weshalb nur noch 30 000 Euro als Guthaben bleiben. Seit 2008 sinkt der Guthabenstand kontinuierlich. In den "goldenen Jahren", 1998 und 1999, lagen die Ersparnisse bei Rekordmarken bis zu 375 000 Euro.