Am Samstag, 13. Mai, veranstaltet der Landkreis Haßberge in Ebern einen "Tag der Innenentwicklung", und die Stadt Ebern nimmt zeitgleich am bundesweiten "Tag der Städtebauförderung" teil. Dazu werden laut einer Mitteilung aus der Verwaltungsgemeinschaft Ebern verschiedene Projekte sowie Privathäuser, die mittels Fördergeldern modernisiert und belebt wurden, für die Öffentlichkeit geöffnet. Interessierte können diese zwischen 15 Uhr und 18 Uhr besuchen.

Im Jahr 1230 wurde die Siedlung Ebern als "civitas" beschrieben: Ein kleiner befestigter Ort, rundherum mit Mauern, Palisaden und Türmern. Seither hat sich viel getan. Die Stadt ist gewachsen und hat sich entwickelt.
"Gut entwickelt", bestätigt Tanja Zürl, Mitarbeiterin im Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, "trotz einiger Rückschläge, wie beispielsweise der Schließung der Bundeswehrkaserne oder der Verlegung des Amtsgerichtes nach Haßfurt."


Dank Fördermitteln umgesetzt

Was sich in der Tat getan hat, davon können sich die Bürger am Samstag, 13. Mai, selbst ein Bild machen. Die Stadt Ebern beteiligt sich zum ersten Mal am bundesweiten "Tag der Städtebauförderung" und stellt durch die Städtebauförderung umgesetzte Maßnahmen vor. Zeitgleich findet in Ebern auch der durch den Landkreis Haßberge ausgerichtete "Tag der Innenentwicklung" statt. "Es wird viel zu entdecken und zu staunen geben", verspricht Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) im Vorfeld.

Für den Landkreis Haßberge und Ebern ist das Thema Innenentwicklung sehr wichtig, um den demografischen Auswirkungen entgegenzusteuern. "Ortszentren sollen nicht aussterben, sondern wieder belebt werden und an Attraktivität gewinnen", betont Regionalmanagerin Susanne Wolfrum-Horn von der Kreisentwicklung Haßberge.

Der Landkreis hat vor diesem Hintergrund die Projektträgerschaft des Leader-Projektes "Innenentwicklung, Leerstandsmanagement und Flächenrevitalisierung" übernommen,. "Anhand von Beispielen in der Stadt Ebern soll aufgezeigt werden, dass aus ehemals leer stehenden und sanierungsbedürftigen Gebäuden attraktiver innerörtlicher Wohn- und Gewerberaum entstehen kann".

Die ersten Fördergelder in Sachen Städtebau flossen in Ebern im Jahr 1978. Es fiel der Startschuss für die Altstadtsanierung. "Damit konnten und können wir die Herausforderungen einer Kleinstadt bewältigen", bewertet Tanja Zürl die Fördergelder. Es wurden bereits verschiedene Parkplätze rund um die Altstadt realisiert, der Grauturm als auch der Storchenturm saniert und auch das Ämtergebäude in der Rittergasse, in welchem die Verwaltungsgemeinschaft Ebern ihren Sitz hat, erhielt dadurch eine Grunderneuerung.


Mit weißen Ballons

Erst kürzlich wurde die Umgestaltung des Bahndamms fertiggestellt. Am kommenden Samstag werden all diese geförderten Projekte und Baumaßnahmen in Ebern mit fliegenden weißen Luftballons gekennzeichnet und mit Informationstafeln ausgestattet sein.

Doch nicht nur die Kommune kann bei Städtebaumaßnahmen durch Bund und Länder unterstützt werden. Auch Bürger, die in der Altstadt ein heruntergekommenes Häuschen wieder bewohnbar machen wollen, dürfen einen Förderantrag einreichen. "Privatmodernisierungen sind eine große Herausforderung", gibt Tanja Zürl vom Bauamt zu, die bei derartigen Anfragen unterstützt und als Bindeglied zwischen Bauherr und der Städtebauförderung auftritt, "eine sehr langatmige Sache."

Dass es aber trotzdem möglich ist, zeigt die Realität: Am Samstag werden acht Eigentümer ihre Privathäuser öffnen und einen Blick hinter die neuen alten Fassaden gestatten. Die Bauherren werden dabei für Fragen und zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung stehen. Von 15 Uhr bis 18 Uhr werden die Gebäude geöffnet sein und weiße Luftballons an den Gebäuden werden den individuellen Rundgang leiten. Bewirtet werden die Gäste am Rathaus und gegenüber am Marktplatz 13 bei der die Rummelsberger Diakonie. Der Bürgerverein Ebern öffnet an diesem Tag den Grauturm,.