Bürgermeister Erich Stubenrauch (FW) wies in der Sitzung des Königsberger Stadtrates am Dienstagabend im Rathaus darauf hin, dass die Abwasserbehandlung und Abwassereinleitung in Junkersdorf nicht den gesetzlichen Anforderungen entspreche. Das Landratsamt Haßberge habe die Erlaubnis für das Einleiten von Abwasser aus der Kläranlage Junkersdorf in den Krumbach bis zum 31. Dezember 2014 festgesetzt. Er verwies auch darauf, dass mit Bescheiden aus früheren Jahren jeweils eine entsprechende Erlaubnis erteilt wurde, die nun aber nicht über 2014 hinaus verlängert werde. Es bestehe Handlungsbedarf, machte der Bürgermeister klar.

Die Planerin Erika Stubenrauch stellte die vorgesehenen Maßnahmen vor. Der Stadtteil wird künftig mit einer Druckleitung und über ein Pumpwerk an die Königsberger Gemeinschaftskläranlage angeschlossen. Die Anschlussleitung bis zum Kanal bei Hellingen ist 1,8 Kilometer lang. Vor dem Pumpwerk wird, wie sie erläuterte, bei Junkersdorf noch eine Mischwasserbehandlung mit Regenwas-serentlastung eingerichtet.
Die derzeitige Junkersdorfer Kläranlage wird in dieses neue System als zusätzlicher "Schönungsteich" zur Belebung des Abwassers durch längere Verweildauer darin eingebunden.

Viele Schäden


In diesem Zusammenhang informierte Erika Stubenrauch, dass eine Kamerabefahrung des Kanalsystems in Junkersdorf viele Schäden aufgezeigt habe. So seien etliche Hausanschlüsse nicht mehr in Ordnung, und eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung sei nicht mehr gegeben. Etliches Abwasser fließe in das angrenzende Erdreich ab.

Laut Aussage von Bürgermeister Stubenrauch wird die Maßnahme in zwei Abschnitten umgesetzt, wobei der erste Bauabschnitt den Anschluss an die Gemeinschaftskläranlage und die Mischwasserbehandlung in Junkersdorf sowie die Erneuerung eines Teils des Junkersdorfer Ortsnetzes beinhaltet. Mit diesem Projekt wird 2013 begonnen. Die Arbeiten müssen laut Bürgermeister bis Ende 2014 vollzogen sein. In einem zweiten Bauabschnitt wird entsprechend der Haushaltslage der Stadt Königsberg das gesamte Ortsnetz in Junkersdorf saniert. Baldmöglichst lautet das Ziel.

Wenn die Stadt nicht handelt, macht sie sich strafbar


Die Frage nach den Kosten der Maßnahme konnte der Bürgermeister nicht beantworten. Dazu würden noch einige Sitzungen notwendig sein und Bürgerversammlungen folgen, sagte er. Beantworten konnte Stubenrauch aber die Frage von Stadträtin Gabriele Blank-Henk, die wissen wolte, was passieren würde, wenn Königsberg bis Ende 2014 nicht handeln würde: " Das wäre ein Strafbestand", sagte das Stadtoberhaupt.
Ohne Gegenstimme beschloss das Gremium den abwassertechnischen Anschluss des Stadtteils Junkersdorf an die Gemeinschaftskläranlage Königsberg.

Breitband und neues Fahrzeug


Erfreuliches konnte Bürgermeister Erich Stubenrauch (FW) dem Königsberger Stadtrat am Dienstagabend hinsichtlich der Förderung des Breitbandausbaus in Hofstetten, Holzhausen und Junkers-dorf mitteilen. Das Projekt kostete insgesamt 117 000 Euro. Dazu sei nicht nur der Bewilligungsbescheid der Regierung von Unterfranken in Höhe von 81 900 Euro im Rathaus eingetroffen, sondern auch das Geld schon bei der Stadt, freute sich Stubenrauch.
Die Stadt Königsberg musste außerdem rasch ein neues Fahrzeug erwerben. Nachträglich informierte Bürgermeister Erich Stubenrauch den Stadtrat, dass das Allzweckfahrzeug der Stadt, ein Unimog, nach 24 Jahren nicht mehr einsatzfähig ist und ausgesondert werden muss. Da der Winter vor der Tür steht und das Fahrzeug beispielsweise zum Schneeräumen und Streuen dringend nötig sei, habe schnell ein neuer Unimog gekauft werden müssen.