Probleme hat der Kreis Haßberge und die Region Mainfranken im Bereich Arbeitsmarkt- und Konjunkturentwicklung im Moment ja nicht unbedingt. Obwohl: Probleme gibt es immer, und wenn es nur die Angst ist, dass etwas, das gut läuft, nicht so bleiben könnte.
Lukas Kagerbauer, IHK-Referent für Konjunktur und Statistik, wies am Donnerstagabend in Königsberg bei der Sitzung des Gremialausschusses Haßberge der Industrie- und Handelskammer (IHK) auf jene Faktoren hin, die den Konjunkturmotor im Landkreis und der Wirtschaftsregion Mainfranken bremsen könnten: die globalen Risiken. Soll heißen: ungelöste Schuldenprobleme im Euroraum und in den USA, die den Handlungsspielraum wichtiger Handelspartner einschränken, lassen auch die Region aufhorchen. Die mainfränkische Wirtschaft mit einer Exportquote von 44 Prozent im Industriesektor ist laut IHK-Analyse "nicht immun gegen eine weltweite Nachfrageschwäche".

Nahezu Vollbeschäftigung


Wenngleich die elementare Nachricht eine positive war: Ein Wachsstumsstopp, wie für die Eurozone vorhergesagt, ist in Mainfranken bislang nicht in Sicht. Die Arbeitslosenquote liegt in Mainfranken bei 3,1 Prozent, was "nahezu Vollbeschäftigung entspricht", so Kagerbauer. Im Kreis Haßberge lag sie im Februar 2012 bei 3,8 Prozent, doch auch diese Zahl steht für eine solide Entwicklung. Das Problem für den Landkreis sei nicht die Zahl der Arbeitslosen, sondern die Frage, ob in Zukunft genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, die den Konjunkturmotor am Laufen halten. Die Entwicklung im Industriebereich sei laut Kagerbauer gut: In einer Befragung stuften rund 95 Prozent der mainfränkischen Unternehmen die momentane Geschäftslage als gut ein.
Beispielgebend dafür war die für die Gremialausschusssitzung gastgebende Firma Fränkische Rohrwerke. Otto Kirchner, Geschäftsführender Gesellschafter, sprach von einer guten Auftragslage und sieht seinen Betrieb gut gerüstet.

Die ausführliche Berichterstattung finden Sie in unserer Printausgabe, Fränkischer Tag, Landkreis Haßberge,vom 17. März 2012