Der Kindergarten im Knetzgauer Gemeindeteil Westheim soll saniert werden. Die Einrichtung, die unter der Trägerschaft der katholischen Kirche steht, besuchen momentan 62 Kinder, aufgeteilt in mehrere Gruppen.

Der Bauausschuss der Gemeinde Knetzgau traf sich am Dienstagnachmittag bei seiner Sitzung zu einer Ortseinsicht in den Räumen des Kindergartens. Architekt Gerhard Herlein informierte nach einem Vorgespräch mit Vertretern der Diözese, der Caritas, Pfarrer Michael Weck, der ehrenamtlich Tätigen von der Kirchenstiftung sowie der Kindergartenleiterin Katja Meissner das Gremium über erste Planungen.

Seit 1913 gibt es in Westheim den Kindergarten, der Anfang der 70er Jahre umgebaut wurde. Im Jahr 2012 wurde das alte Schwesternhaus abgerissen und an den bestehenden Kindergarten eine Kinderkrippe angebaut, die im Januar 2014 ihren Betrieb aufnahm.

Im Bestandsgebäude des Kindergartens soll nun eine Generalsanierung mit verschiedenen Erweiterungen zur Straßenseite hin erfolgen. Zusätzlich soll zwischen der Kinderkrippe und dem Kindergarten eine Mensa entstehen. Es gibt laut Kindergartenleiterin immer mehr Kinder, die das Angebot eines warmen Mittagessens im Kindergarten in Anspruch nehmen. Um zeitgemäß zu bleiben, soll sowohl für die Krippenkinder als auch für die Kindergartenkinder ein gemeinsamer Speisesaal entstehen.

Als Kosten für die Sanierung stellte Architekt Herlein 936 000 Euro in den Raum. Verbunden mit der Sanierung sind die Umstellung der bisherigen Ölheizung auf Pellets, die Umsetzung von Brandschutzauflagen sowie der Einbau eines Behinderten-WC. Für die Zeit des Umbaus könne der Kindergartenbetrieb in die alte Schule in Westheim ausgelagert werden, schlug er vor. Dies sei mit überschaubaren Kosten verbunden.

In einer Diskussionsrunde wurde unter anderem über die Förderung gesprochen. Seitens der Diözese und der Caritas wurde der Vorschlag über einen Treuhandvertrag zwischen der Kirchenstiftung und der Gemeinde unterbreitet. Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD) versicherte, sich mit der Regierung von Unterfranken (Würzburg) wegen der Förderung in Verbindung zu setzen. Im nächsten Schritt werden die Pläne der Gemeinde vorgelegt, um diese an die Regierung weiterzuleiten. In einer der nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat näher mit dem Thema befassen.

Außerdem wurden zwei Bauanträge positiv beschieden, die zum einen die Errichtung einer landwirtschaftlichen Gerätehalle mit Ferienwohnungen und WC-Anlage in Oberschwappach betraf. Zum anderen ging es um die Verlängerung der Baugenehmigung für einen privaten Wildschutzzaun in Westheim, der in einer der letzten Sitzungen abgelehnt worden war. Das Landratsamt hatte angekündigt, das gemeindliche Einvernehmen zu ersetzen. Die Untere Naturschutzbehörde (Landratsamt) erteilte die Zustimmung für eine weitere Verlängerung. Bei zwei Gegenstimmen genehmigte der Bauausschuss auch dieses Vorhaben.