"Die Amerikaner vor allem, die waren immer ganz wild auf meine Sachen", sagt er, und es klingt ein wenig Wehmut mit: Nach 55 Jahren hängt Alfred Raspl seinen Beruf jetzt an den Nagel. Nach mehr als einem halben Jahrhundert mit Feuer und Flamme. Hier passt das Bild. "Man merkt die Jährchen, wenn man den ganzen Tag am Arbeitsplatz sitzt", sagt er.

Der Onkel in Lauscha war sein Lehrmeister

Der Zuschauer freilich staunt. Mit der Erfahrung seiner vielen Jährchen zaubert Alfred Raspl, dessen Lehrmeister sein Onkel aus Lauscha in Thüringen war, aus einer simplen Glasröhre im Handumdrehen die schönsten Kunstwerke. In der 1000 Grad heißen Gasflamme wird das zerbrechliche Material butterweich, mit geschickten Drehungen und dem präzise dosierten Druck in der Glasröhre schafft der Meister alle denkbaren Formen.

Auch das Schaffen ist sehenswert.