Mitte 1972 schlug die Geburtsstunde des Landkreises im östlichen Unterfranken. "Das war eine schwierige Geburt", erinnert sich Albert Meyer. Der langjährige Abgeordnete im bayerischen Landtag und Staatssekretär im Finanzministerium in München (1974 bis 1993) gilt als ein Architekt des Kreises Haßberge.

Anfang der 1970er Jahre zog der Freistaat eine Gemeindegebietsreform durch. Das Ziel lautete, leistungsfähigere Gemeinden und Landkreise zu schaffen. Die neuen Kommunen sollten eine Basis dafür sein, dass annähernd gleiche Lebensbedingungen auf dem Land und in der Stadt möglich sind.

Aus ehemals 143 Landkreisen in Bayern wurden 71 Kreise. Aus 22 Landkreisen in Unterfranken wurden neun.