"Den Dialogprozess weiterdenken" - unter diesem Motto stand die Frühjahrsvollversammlung des Dekanatsrates Haßberge im Pfarrsaal in Hofheim. Der Dekanatsrat will den Pfarreiengemeinschaften konkrete Angebote machen, wieder über den Glauben zu reden. Außerdem wird für das Frühjahr 2013 ein großes Dialogforum mit Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und dem Bischof vorbereitet. Der Dekanatsrat Haßberge ist das Laiengremium der katholischen Kirche auf Dekanatsebene (ähnlich dem Pfarrgemeinderat auf der Pfarrei-Ebene).
Als geistlichen Impuls forderte Dekanatsreferent Günter Schmitt die Dekanatsräte auf, mit ihrem Gegenüber über die tiefgreifendste Glaubenserfahrung in ihrem Leben zu reden. Das Ergebnis war für viele überraschend und sehr fruchtbar. Damit war die Versammlung schon beim Thema: Dekanatsratsvorsitzende Klaudia Schwarz erklärte nämlich, dass sich der Vorstand einig gewesen sei, dass der Dialogprozess im Dekanat weitergeführt werden sollte. Die Herbstvollversammlung mit Generalvikar Karl Hillenbrand und dem Diözesanratsvorsitzenden Karl-Peter Büttner habe sehr positive Akzente gesetzt. Die dort geäußerten Gedanken verdienten es, vertieft zu werden. Vor allem sei es wichtig, dass nicht nur über Kirche, sondern öfter wieder über den Glauben geredet wird.

Viele gute Ansätze


Wie viele gute Ansätze und Foren dazu in den Pfarreiengemeinschaften bereits vorhanden sind, wurde in einer kurzen Fragerunde deutlich: vom Morgenlob in der Karwoche über Bibelgespräche, die ökumenische Bibelwoche bis hin zu kirchlichen Angeboten wie "Rastplatz" oder "Auszeit" gibt es viele Ansätze, die anderen Gemeinden eventuell als Anregung gelten können. Außerdem bietet der Dekanatsrat selbst ein Impuls-Seminar an, um Glaubensgespräche in Gang zu bringen, wie es die Teilnehmer eingangs des Abends selbst erlebt hatten.
Vor allem will der Dekanatsrat eigenen Aussagen zufolge den Dialogprozess nicht nur "unter Insidern" führen, sondern ihn in alle Gesellschaftsgruppen hineintragen. Deshalb fand die Idee des Vorstands, ein großes Dialogforum zu organisieren, auch große Zustimmung. Eingeladen werden dazu sollen politische Mandatsträger, ebenso Unternehmer, Verbände und Vereine, Jugend und Senioren - und vor allem der Bischof. Das Dialogforum soll im Frühjahr 2013 im Vorfeld der Visitation im Alt-Dekanat Haßfurt stattfinden. Die Visitation selbst ist dann im Herbst.

Im Paddelboot nach Würzburg


Aus der Arbeitsgemeinschaft "Minis" berichtete Günter Schmitt. Informiert wurde über die Jugendwallfahrt zu Kiliani am 14. Juli. Sie findet diesmal in besonderer Form statt: Ein Bus wird nach Ochsenfurt fahren, von dort aus geht es mit dem Paddelboot nach Würzburg. Für die Aktion "Zeit für Helden" vom 13. Bis 16. Juni 2013 sucht die Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit einerseits Projekte, die Jugendliche umsetzen könnten, zum anderen Gruppen, die sich an dieser Aktion beteiligen würden. Der Ministrantentag findet am 22. September in Münsterschwarzach statt. Wer sich bis 31. Juli anmeldet, muss sich nicht selbst die Anreise kümmern. Dekan Stefan Geßner wies auf den 20. April hin. Da findet um 18.30 Uhr in Haßfurt der Aussendungsgottesdienst für die neuen Gottesdienst-Beauftragten statt.
Abschließend befasste sich die Versammlung noch mit einem von der Vorstandschaft vorformulierten Brief an Landrat Rudolf Handwerker und die politischen Mandatsträger im Landkreis zum Umweltskandal in Wonfurt. Die Vollversammlung war sich einig, diesen Brief zu verschicken und auch zu veröffentlichen. Der Dekanatsrat will damit ein Zeichen setzen für die Rücksichtnahme auf Gottes Schöpfung und auf den Schutz der Menschen.