"Es ist jedes Jahr schön in zufriedene Gesichter zu sehen und positive Reaktionen zu bekommen", freute sich Walter Ullrich nach der gut besuchten Eberner Musiknacht. Mit 550 verkauften Eintrittsbändchen war die traditionelle Veranstaltung wieder sehr beliebt, so der Vorsitzende des ausrichtenden Sport- und Kulturvereins. Tanzende und singende Menschen zu sehen, das ist der Ansporn für den musikbegeisterten Initiator, jedes Jahr aufs neue ein anspruchsvolles Programm auf die Beine zu stellen.

Mit Cover-Rock vom Feinsten zog die Band "Faded Glory" die Zuschauer in der vollen Rathaushalle in ihren Bann. Mit Songs von den Doobie Brothers, AC/DC, Bon Jovi und vielen mehr wurden die ehrwürdigen Mauern zum reinsten Tollhaus im positiven Sinne.

New Pop, fein zelebriert

Im Café Wagner hingegen waren ganz andere Töne zu hören, die aber durchaus auch ihre Zuhörer fanden. "Rooms in Brucklyn" zelebrierte ihren New Pop, den die vierköpfige Band aus Erlangen gut herüberbrachte.

Musik zum Genießen gab es im "Pizzablitz". Das Duo Lisanne Melzer und Oliver Randak hatte ein breit gefächertes Repertoire auf Lager, das es mit Violine und Gitarre präsentierte. Auch ungewöhnliche Arrangements großer Perlen der Pop- und Rockmusik waren hier zu hören.

Tolle Songwriterin

"Sam", eine Songwriterin aus der Nähe von Nürnberg, war mit ihrem musikalischen Begleiter im "Veracruz" zu Gast. Dort verlieh die Sängerin jedem Song ihre eigene Note, was das anwesende Publikum begeisterte. Bereits von einem Open-Air-Auftritt in Ebern im Jahre 2015 bekannt, waren "Jazz Colors Bamberg". In der "Frankenstuben" spielten die Musiker bekannte Jazz-, Swing- und Blues-Melodien, die zum Mittanzen animierten.

Ein Extra-Plätzchen

Auch der "Streitsgarten" wurde für einen Abend wiederbelebt. Gut versorgt mit der Bewirtung der Zeltlagermädels und -jungs rockte das Publikum dort so richtig ab. "Itz Rock" aus Untermerzbach machte mit Rockoldies der 60er, 70er und 80er Jahre die Nacht zum Tag und traf so den musikalischen Nerv der Anwesenden.

Bürgermeister Jürgen Hennemann, der wieder an der Abendkasse mithalf, kann sich Ebern gar nicht mehr ohne Musiknacht vorstellen. Das Stadtoberhaupt lobte die Wirte und die Organisatoren des Sport- und Kulturvereins, ohne die so eine Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Aber auch die Besucher waren voll des Lobes.

So war zum Beispiel Eberns Feuerwehrkommandant Michael Wüstenberg mit seiner Frau Andrea nach einjähriger Pause wieder dabei. Dem Ehepaar gefielen besonders die Locations mit etwas ruhiger Musik. "Wir sind aus dem wilden Alter draußen und möchten lieber genießen, statt abzurocken", sagte Wüstenberg und freute sich, dass dieses Fest immer guten Anklang findet. Und auch einige Gäste aus dem Maintal wurden gesichtet, die durch Werbung in den sozialen Netzwerken auf die Musiknacht aufmerksam wurden. Zum ersten Mal dabei, waren auch sie begeistert vom vielfältigen Musikangebot.