Bei all den Veränderungen, die im Schloss ins Haus stehen: Das Sommerfest der Einrichtung der Rummelsberger Dienste bleibt ein Publikumsmagnet. Und viele der Besucher dachten auf dem Heimweg, dass der Gruß auf einem Transparent zu lesen war, wahr werden möge: "Auf Wiedersehen im nächsten Jahr" stand dort zu lesen.

Dabei sind die Tage der Rummelsberger in Ditterswind gezählt. Nostalgie kam bei einer Ausstellung auf, mit der auch auf die Geschichte des Schlosses eingegangen wurde.

Auf die bevorstehenden Veränderungen ging Diakon Günter Schubert ein, der sich über die vielen Besucher freute, unter ihnen auch die ehemaligen Heimleiter Jürgen Hofmann und Alfred Müller sowie Robert Hager, der jahrelang das Amt des Stellvertreters inne hatte.

Schubert erwähnte den Spatenstich in Ebelsbach sowie die Grundsteinlegung in Zeil.
Ihm sei wichtig, "die Bewohner aus den gesellschaftlichen Nischen zu holen und ihnen ungehinderte Teilhabe an allen Lebensäußerungen unserer Gesellschaft zu ermöglichen".

Beim Gottesdienst, der wieder im Zelt stattfand, wirkten bei der Liturgie Mitarbeiter und Bewohner mit; für die musikalische Ausgestaltung sorgte der Posaunenchor Altenstein unter der Leitung von Andreas Binger.
Nach dem Gottesdienst ehrte Günter Schubert langjährige Bewohner des Schlosses. Es waren dies Reiner Dzwoniarski und Alexander Hauthal für zehn Jahre, Beate Hymon, Karl Heinz Petermichl und Elisabeth Schmidt, die 20 Jahre im Schloss wohnen, Peter Kress wurde für 25 Jahre geehrt, Janis Chan, Hans-Thomas Diehm und Karl-Heinz Schum wurden für 45 Jahre ausgezeichnet. Jeder erhielt eine Urkunde sowie ein kleines Präsent.

Zur Ausstellung "Kindergenesungsheim Schloss Ditterswind" fanden immer wieder Besucher den Weg, teils, um sich über die damalige Zeit zu informieren, teils, um sich an eigene Erlebnisse erinnern zu lassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte Familie von Deuster das Schloss der Inneren Mission zur Verfügung; von den Rummelsberger Anstalten wurde es 1950 erworben. Es diente von 1947 bis in die Mitte der 60er Jahre als Kindererholungsheim. Seit 1967 finden Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung Heimat und Aufnahme.

Die Angebote der Feuerwehren aus Ditterswind und Hafenpreppach erfreuten sich guten Zulaufs, denn gerade die jüngsten Besucher fanden Gefallen am Kistenstapeln und beim "Zielspritzen."

Der Basar der Förderstätte lockte mit tollen Geschenkideen. Ein "Fotostudio" hatte in einem Nebenzelt sein Geschäft eröffnet; jedermann konnte sich dort in nostalgischen Verkleidungen fotografieren lassen und das Ergebnis gleich als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Kleine Figuren aus Gips bunt zu bemalen, Lesezeichen aus Papier zu fertigen, sich beim Schminken äußerlich verändern zu lassen oder den Kletterfelsen zu besteigen ließen jedes Kinderherz höher schlagen.

Die Gauklerschule aus Möhrendorf hielt allerhand Überraschungen bereit. So mancher kleine Besucher versuchte sich im Jonglieren von Kegeln, Kugeln und Tellern, balancierte geschickt auf dem Drahtseil und der großen Holzkugel oder übte sich im Stelzenlauf. Die "Concordia Kids" erfreuten mit ihren neuen Darbietungen, die mit viel Applaus belohnt wurden.