Es ist natürlich eine geschickte PR-Aktion von Bayerns SPD und dem Autoclub Europa (ACE). Mit großem Tamtam und "Holterdiepolter" (so heißt die ganze Show offiziell) suchen sie gemeinsam nach der schlechtesten Straße im Freistaat und eilen von Pressetermin zu Pressetermin. Am Ende soll das größte, beste, schönste oder, wenn man so will, talentierteste Schlagloch ausgezeichnet werden. Die Staatsregierung ist dann der Preisträger, die SPD der Prestigeträger.

Aber ganz ohne Grund und nur aus Aufmerksamkeitsgier machen das die Sozialdemokraten nicht. Denn viele Staatsstraßen in Bayern "werden seit Jahren leider immer schlechter", kritisiert Harald Güller, der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion. Aber die Regierung gebe zu wenig Geld dafür aus, das zu ändern. "Sie empfindet Straßensanierung nicht als sexy", sagt Güller. Gestern kam der Politiker mit seiner Kollegin Sabine Dittmar (aus Maßbach im Kreis Bad Kissingen) nach Bundorf im Kreis Haßberge, um die Staatsstraße 2275 in Richtung Aub zu begutachten. Die ist Anwärter auf den Schlagloch-Oscar.


Was im Argen liegt



Um zu gewinnen, muss sie sich aber zunächst gegen vier weitere unterfränkische Nominierungen durchsetzen.