Die Sonne steht im Zenit, die Liege am Pool ist bereits seit Stunden reserviert. Unter den Sonnenschirmen huscht eine Bedienung umher. Sie serviert Cocktails mit Schirmchen aus der hoteleigenen Bar – all inclusive, also unbegrenzt, versteht sich. Die Stunden verstreichen, ehe zum Sonnenuntergang noch ein kurzer Strandspaziergang auf dem Programm steht. Dazu muss das Resort nicht einmal verlassen werden. Am nächsten Morgen grüßt wieder das Murmeltier – und das durchgehend für die nächsten 14 Tage.

So oder so ähnlich läuft für viele Deutsche der alljährliche Pfingst- oder Sommerurlaub ab. In diesem Jahr sieht die Welt jedoch anders aus: Das Coronavirus schränkt den internationalen Tourismus stark ein. Das heißt jedoch nicht, dass langweilige Tage auf Balkonien die einzige Alternative sind. Durch Tagesausflüge oder Wanderungen in der Heimat kann man diese noch einmal ganz neu kennenlernen.

Deutscher Burgenwinkel

"Wir haben sehr viel in der Region zu bieten. Beispielsweise findet man in fast jedem Ort im nördlichen Landkreis ein Schloss oder eine Burg", sagt Susanne Volkheimer, Geschäftsführerin des Haßberge Tourismus e.V. Daher rührt auch der Name "deutscher Burgenwinkel". "Die Burgruine in Altenstein ist das Herzstück davon", erklärt Volkheimer. Dort befindet sich neben der Ruine auch das Burgeninformationszentrum. Kindgerecht aufbereitet ist dieses Museum besonders für Familienausflüge geeignet. In dem dort erhältlichen "Abenteuerbuch für Burgen- und Geisterforscher" finden die Kinder Rätsel und Informationen rund um Altenstein – aber auch für die umliegenden Burgruinen. Derer gibt es einige: Lichtenstein, Rotenhan, Raueneck, Bramberg, Königsberg sowie Gutenfels. Die kann der Wanderfreund auch zu Fuß erreichen.

Wandern und Radfahren

"Wir haben kulturhistorischen Reichtum mit Wander- und Radwegen verbunden", erklärt Volkheimer. So führt beispielsweise der Burgen- und Schlösserwanderweg durch den kompletten Naturpark Haßberge. Eingeteilt in eine Nord- und eine Südroute umfasst er jeweils 108,5 beziehungsweise 132,5 Kilometer. Die beiden Rundwanderwege sind jedoch auch an kleinere Erlebnistouren angeschlossen. So zum Beispiel der 14 Kilometer lange Rundweg "Sagenhaftes im Burgenwinkel": Die Tagestour startet bzw. endet an der Burgruine Altenstein und ist mit einem roten Turm gekennzeichnet. Sie führt über die Rhät-Sandstein-Felsgruppe "Diebskeller", die Burgruine Lichtenstein und einen Sagenpfad unterhalb davon, der in ein Felslabyrinth mündet.

Aber auch im Steigerwald gibt es viele Wanderwege. Gerade bei längeren Touren kann die Smartphone-App "Treckingerlebnis Steigerwald" ein sinnvolles Navigationsinstrument hierfür sein. Zudem kann der Wanderer damit für 4,80 Euro pro Person einen Lagerplatz im Wald mit Feuerstelle und Toilette buchen.

Wer statt die Wanderschuhe zu schnüren lieber auf das Fahrrad steigt, der hat mit dem Abt-Degen-Weintalradweg eine anspruchsvolle Tour vor der Brust. Durch die Erweiterung bis nach Oberhaid beträgt die Strecke nun etwa 100 Kilometer und führt entlang der Weinorte der Region. Eine Karte hierfür sowie zusätzliche Informationen zum Thema Wandern und Radfahren in der Region stellt der Haßberge Tourismus e.V. zur Verfügung – neuerdings sogar per App: Das Komoot-Regionenpaket beinhaltet viele Tourentipps sowie eine Sprachnavigation. Die ersten zehn Interessenten erhalten das Angebot gratis. Einfach eine E-Mail an den Verein mit dem Betreff "Komoot – Regionenpaket" schicken oder per Anruf Bezug auf diesen Zeitungsartikel und die App nehmen.

Beim Haßberge Tourismus e.V. gibt es weitere Tipps zu möglichen Ausflugszielen in der Region:

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