"Sie erwartet heute ein besonderes Konzert. Einfach schöne Musik zum Träumen, zum mitreißen lassen, zum Wohlfühlen" versprach Pfarrer Grosser am Beginn des Konzertes, zu dem die evangelische Kirchengemeinde lud. Akteure waren Christine und Helmut Kandert, zwei anerkannte Vollblut-Musiker. Die beiden Profis, die am Hermann-Zilcher Konservatorium in Würzburg studierten, nahmen die Zuhörer in der Christuskirche mit auf eine Klangreise für die Sinne.

Mit exotischen Instrumenten, Piano, Percussion und Marimbaphon erzeugten sie Töne und Rhythmen, die eine ganz besondere Wirkung entfalteten, mal entspannend, mal spannend, aber in jedem Fall Musik, bei der man abschalten und den Alltag hinter sich lassen kann.

Getragen bis frohgemut

Mit dem "Largo" von Händel aus der Oper "Xerxes" begann die Reise in die Welt der Klänge , mit Helmut Kandert am Marimbaphon und seiner Frau Christine am Piano. Der Choral "In dir ist Freude" von J. S. Bach wurde von dem Duo flott interpretiert, dadurch klang er besonders fröhlich.

Beeindruckend war zum Beispiel die Interpretation des Jazz-Walzers Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch, bei dem gleich vier Schläger Helmut Kanderts über das Marimbaphon wirbelten.

Auf CD zu hören

Doch nicht nur bekannte Komponisten aus der Klassik hatten die beiden im Repertoire. Einige Stücke stammen von David Plüss, einem schweizer Pianisten, mit dem Helmut Kandert auch schon zusammen CDs produziert hat. "Marimbaleo", Titellied einer gleichnamigen CD, drückt Sonnenschein und gute Laune aus. "Mir wurde berichtet, dass sich die CD hervorragend für den Hausputz eignet", scherzte Kandert.

Überhaupt sorgten die beiden mit Charme und Humor für ausgelassene Stimmung in der Kirche. Dem Musiker-Duo machte der Auftritt in Ebern sichtlich Spaß; das bewies das dauerhafte Lächeln, das von beiden ausging und die Zuhörer ansteckte. So war es auch ein Leichtes, das Publikum bei manchen Stücken zum Mitsingen und Mitklatschen zu animieren.

Auch Eigenkompositionen

Doch auch ruhige und teils melancholische Melodien waren zu hören, etwa Stücke aus der Feder von Christine Kandert selbst namens "Weites Land", und "Indian River", die von Sehnsucht und Ferne erzählen.
Neben Marimbaphon und Piano brachten die beiden eine Vielzahl von Percussion-Instrumente zum Einsatz, mit denen sie immer wieder aufs Neue exotische Klänge erzeugten. Helmut Kandert erklärte dabei auch, wie vielseitig beispielsweise die afrikanische Djembe einsetzbar ist. Als wolle er die Vielseitigkeit beweisen, holte er musikalisch all diese Klänge aus der Djembe heraus.