Nach mehreren Bränden, die es seit März in und um den Hofheimer Stadtteil Goßmannsdorf herum gab, hatte die Kripo Schweinfurt in Zusammenarbeit mit der Haßfurter Polizei am Mittwoch und Donnerstag mit mehreren Teams Hausbefragungen in diesem Bereich durchgeführt. Dabei ergaben sich Hinweise auf zwei strafunmündige Kinder, die für die Zündeleien verantwortlich sein sollen. Einer der beiden Buben hat inzwischen seine Beteiligung an dem schadensträchtigen Scheunenbrand eingeräumt.

Viele Hinweise auf die beiden Buben
Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittlungskommission spricht vieles dafür, dass auch die anderen Brände vom 8. und 19. März sowie vom 14. August auf das Konto der Kinder gehen dürften. Vor allem die Tatzeiten, die immer tagsüber waren, sprechen dafür. Zudem hat die Kripo bei einem der beiden Jungs ein Feuerzeug sichergestellt, mit dem das Feuer verursacht worden sein dürfte.

Die beiden Minderjährigen, die aus dem Landkreis Haßberge kommen, hatten am Mariä-Himmelfahrts-Tag offenbar direkt angrenzend an die von drei Seiten offene Scheune einen Holzstecken angezündet.

Hauptkommissarin Kathrin Reinhardt zur Brandstiftung in Großmannsdorf by Infranken.de

Wie es dann weiter passieren konnte, dass sich der Brand mit dem hohen Sachschaden entwickelte, schildert die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums, Kathrin Reinhardt, nach den bisherigen Gesprächen mit den Kindern so: Als die Buben sich erschraken, weil es im Gebüsch raschelte, ließen sie das Feuer unbeaufsichtigt und fuhren nach Hause. Wenig später ging dann der Sirenenalarm los.

Kinder von verheerenden Auswirkungen überrascht
Dass ihre Zündelei eine derart verheerende Auswirkung haben könnte, hat die Kinder offenbar selbst überrascht. Der Schaden war mit 200.000 Euro beträchtlich. Die Familie hat sich inzwischen bei dem betroffenen Bauern entschuldigt.

Die Ermittlungskommission hat aufgrund der neuen Entwicklungen ihre Haus-zu-Haus-Befragungen eingestellt. Nachdem beide Kinder noch strafunmündig sind, sie sind unter zwölf Jahren, können sie strafrechtlich nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Anders dürfte es in Fragen des Schadensersatzes sein. Da werden die Versicherungen wohl gefragt sein. pol