Der Kreisverband des Roten Kreuzes Haßberge führt am Samstag, 20. Juni, eine Altkleidersammlung durch. Ehrenamtliche Helfer holen die aussortierten Altkleider frei Haus ab.

"Wir freuen uns, wenn uns die Bürger ihre Altkleider zur Verfügung stellen", sagt BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger. Schließlich sind die Sammlungen ein wichtiger Beitrag dafür, Not leidenden Mitmenschen zu helfen und auch den BRK-Kreisverband finanziell zu unterstützen.

Hinter jeder Altkleidersammlung steckt ein hoher logistischer Aufwand, den die Organisatoren dreimal im Jahr bei den Sammlungen im Frühjahr, im Sommer und im Herbst bewältigen. Nicht nur knapp 200 Helfer von Bereitschaften, Wasserwacht-Ortsverbänden, dem Jugendrotkreuz und der vier Rettungswachen im Landkreis müssen koordiniert werden, auch eine Vielzahl von Transportfahrzeugen gilt es bereitzuhalten.
Nur so können die Sammelteams jede Stadt und jedes Dorf in den Haßbergen anfahren. Seit vielen Jahren erfährt das Rote Kreuz dabei Unterstützung von Firmen und Unternehmen aus den Haßbergen, die ihre Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung stellen.

Die Altkleidersäcke, die in der Regel in der Woche der Sammlung von unzähligen Helfern ausgetragen und in die Briefkästen der Bürger gesteckt werden, sollen am Samstag ab 8 Uhr gut sichtbar am Straßenrand stehen, informiert das BRK. Die Sammelteams sind bis in den Nachmittag hinein unterwegs.

Das Rote Kreuz rechnet aus der Erfahrung heraus mit rund 40 Tonnen Altkleider, die die Landkreisbürger für die humanitäre Hilfe bei der Sommersammlung zur Verfügung stellen. Mit den Lkw und Transportern wird die Fracht zu vier Verladestellen in Haßfurt, Zeil, Ebern und Hofheim gebracht und auf Sattelzüge verladen. Danach werden sie zu Sortierbetrieben gebracht.

Gut erhaltene Kleidung landet bei den Kleiderkammern des Roten Kreuzes, wo sich Bedürftige vor Ort direkt Bekleidung aussuchen können. Ein anderer Teil wird in Lagern deponiert, die für Katastrophenfälle unterhalten werden. So kann es durchaus sein, dass Pullis, T-Shirts und Hosen aus den Haßbergen zum Beispiel nach einer Naturkatastrophe in allen Teilen der Welt landen.

Ein Großteil der Kleidung, die nicht für Kleiderkammern und Depots benötigt wird, wird vom Roten Kreuz verkauft. Der Erlös kommt der Rotkreuzarbeit vor Ort zugute.

Kleidung, die nicht mehr zu gebrauchen ist, landet im Reißwolf. Aus ihr entstehen dann Putzlappen, Vlies für die Filz- und Teppichproduktion oder beispielsweise zur Herstellung von Autositzen. red