Der Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt sorgt immer wieder für Diskussionsbedarf im Landkreis, weil Betriebskosten bezuschusst werden müssen. Auch bei der Kreisausschusssitzung am gestrigen Montag in Haßfurt wurde über die Kosten gesprochen. Allerdings weniger kritisch, als es etwa Kreisrat und Haßfurts Bürgermeister Rudi Eck (parteilos) aufgefasst hatte, nachdem aus den Reihen der SPD und der Grünen einige Nachfragen zu den Betriebskosten gestellt worden waren.

"Wir sollten stolz darauf sein, diesen Verkehrslandeplatz zu haben", sagte Eck in leicht erregtem Tonfall. Auch wenn immer wieder über die damit verbundenen Kosten gestritten wird, ändere das nichts daran, das es die Gesellschafter geschafft haben, den Flugplatz in eine sichere Zukunft zu führen. Jedenfalls hatten weder SPD noch Grüne nach eigenen Angaben die Absicht, mit ihren Nachfragen den Flugplatz an sich in Frage zu stellen. Entsprechend gelassen reagierten sie auf Rudi Ecks emotionales Plädoyer für den Flugplatz in Haßfurt.
Gesellschafter für den Verkehrslandeplatz sind der Landkreis Haßberge, die Stadt Haßfurt und die Stadt Schweinfurt mit einem Anteil zu je 30 Prozent. Außerdem hält der Motorflugclub Haßfurt etwas mehr als ein Prozent. Der Rest sind eigene Anteile der Gesellschaft.

Der Flugplatz-Geschäftsführer Günter Mendel erklärte dem Ausschuss, dass es im Jahr 2011 einen Fehlbetrag von 227,74 Euro gegeben habe. Umsatzerlösen und Erträgen in Höhe von 251  915,17 Euro stehen Aufwendungen von 252  142,01 Euro gegenüber. Der in dieser Rechnung berücksichtigte Betriebskostenzuschuss der Gesellschafter beträgt 75   000 Euro. Verglichen mit anderen Flugplätzen in Franken sieht Mendel den Haßfurter Verkehrslandeplatz sehr gut gerüstet: "Wir stehen gut da." Seit einigen Wochen wird der Platz verbessert und für den Instrumentenflug ausgerüstet. Derzeit wird die Landebahn verbreitert, so dass dort auch ein Starten und Landen bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen möglich sein werden.

Bedingt durch die Baustelle gibt es 2012 bislang 14 219 Flugzeugbewegungen (in 2011 waren es 17 766). Somit ist für heuer ein leichter Rückgang der Bewegungen zu erwarten. Eine Anfrage von Rita Stäblein (Grüne) zum Hochwasser von 2011 und ob bei Überschwemmungen die Flugzeugtankstelle sicher sei, beantwortete Mendel mit: "Da kann nichts passieren." Regelmäßig werde die Sicherheit überprüft, außerdem liege die Tankstelle etwas höher, sagte er.