Der bereits bestehende Sperrbezirk in Haßfurt wurde um das Gebiet von Prappach über Krum, die Stadt Zeil einschließlich Schmachtenberg bis nach Knetzgau erweitert. Alle Bienenvölker im Sperrbezirk müssen vom Landratsamt untersucht werden, wie die Behörde informierte. Für Menschen ist der Erreger ungefährlich, so dass Honig, der Sporen enthält, "unbedenklich verzehrt werden kann".

Ausgelöst wird die Amerikanische Faulbrut durch ein sporenbildendes Bakterium namens Paenibacillus larvae. Es befällt ausschließlich die Bienenbrut, die abstirbt. Erwachsene Bienen können nicht an Faulbrut erkranken, verbreiten aber die Sporen beispielsweise in ihrem Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort. Auf Dauer sterben die betroffenen Bienenvölker ganz ab, da keine Brut nachwachsen kann. Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierkrankheit nach dem Tierseuchengesetz.

Im Sperrbezirk dürfen die Bienenvölker nicht mehr versetzt werden. Lebende und tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs sowie Futtervorräte dürfen nicht aus den Bienenständen herausgebracht werden. Bienen und Bienenvölker dürfen auch nicht in das Sperrgebiet hinein gebracht werden.

Alle Bienenvölker der Imker in diesem Gebiet müssen amtlich untersucht werden. Das Veterinäramt bittet die Imker im Sperrbezirk, ihre Bienenvölker unter Angabe der Zahl und des genauen Standorts bei der Fachabteilung Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Landratsamtes Haßberge, Am Herrenhof 1, 97437 Haßfurt, unverzüglich schriftlich oder telefonisch (Ruf 09521/27138) zu melden, sofern dies noch nicht geschehen ist. Ein Verstoß gegen die Verpflichtung zur Meldung der Bienenvölker stellt nach der Bienenseuchenverordnung eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Ein Formular ist auf der Homepage des Landratsamtes unter www.hassberge.de eingestellt (siehe: Bürgerservice).