Nicht vom Beckenrand springen! Sondern am besten von ganz oben - da pflatscht es besser! 72 Teilnehmer traten an und machten die Zuschauer beim Arschbomben-Wettbewerb im Haßfurter Erlebnisbad richtig nass!
Platsch! Eine riesige Wasserfontäne schoss empor, als Luca Thieler vom Fünf-Meter-Brett sprang. So muss eine richtige Arschbombe aussehen! Das fand auch die Jury des Arschbombenwettbewerbs im Haßfurter Erlebnisbad. Für seinen Sprung belohnten Bademeister Philipp Bates, Stadträtin Stefanie Schilling, Zweiter Bürgermeister Michael Schlegelmilch (CSU) und der ehemalige Sieger Lukas Bates den Sprung des 16-Jährigen mit Top-Noten.

Damit punktete Thieler laut Mitteilung des Stadtwerks Haßfurt in dem Wettbewerb, in dem es darum ging, im Springerbecken möglichst viel Wasser auf die zahlreichen Zuschauer zu spritzen.
Und das geht am Besten, indem man im Wasser auf seinem Hosenboden aufkommt, egal ob vom Ein-, Drei- oder Fünf-Meter-Brett.
"Extrapunkte gibt es natürlich, wenn man höher geht", erklärte Juror Philipp Bates seine Bewertungskriterien.


72 Kontrahenten

Am Ende konnte sich Luca Thieler gegen alle Konkurrenten seiner Alterklasse, der 13 bis 16-Jährigen durchsetzen und stand mit Jasmin Neeb und Dominik Weinbeer auf dem Treppchen. Bei den jüngeren Springern im Alter zwischen sechs und zwölf war die Konkurrenz am größten: Ganze 56 mutige Wasserratten stellten sich der Herausforderung und versuchten, die Jury mit ihrer Technik zu überzeugen.

In die Top Ten und damit zu einem zweiten Sprung durften gleich 14 Kinder antreten, da bei so vielen guten Springern mehrere Plätze doppelt vergeben waren. Gabriel Koziol, Luka Heurich und Luis Schmidt durften letztendlich eine Siegerurkunde und Freikarten für das Schwimmbad und die Eishalle mit nach Hause nehmen.
In der Kategorie 17 plus durften dann vor allem einige Väter antreten, gewonnen haben Holger Bosch, Kai Weichselfelder und Thorsten Keller. Der Erstplatzierte, Holger Bosch aus Wasserlosen bei Schweinfurt, wollte zuerst gar nicht mitmachen und wurde von seinem Sohn gezwungen, wie er lachend erzählt. Eine besondere Technik habe er nicht, er wäre einfach so gesprungen, wie er das schon immer mache.

Genauso wie die Boschs hat auch die Familie Kopp aus Sennfeld durch Zufall das Event vor Ort entdeckt. Gleich drei Familienmitglieder haben sich bei den Kopps getraut: Vater Thorsten und seine Söhne Noah und Max, die einfach mitgemacht haben "weil"s Spaß macht".

"Solche Veranstaltungen sind wichtig für die Außenwirkung der Stadt", findet Juror und Zweiter Bürgermeister Schlegelmilch. Es sei wichtig, dass für die Kinder etwas geboten wird, etwa,s das sie herausfordert. "Das Schönste war, dass sich auch die Kleinen getraut haben", resümiert Schlegelmilch den spaßigen Wettbewerb mit 72 Teilnehmern.


2000 Besucher

Sebastian Sahlender, Moderator des Wettbewerbs und Mitarbeiter der Städtischen Betriebe, freute sich über die vielen Teilnehmer und Badegäste allgemein: An diesem heißen Sonntag mit bis zu 34 Grad fanden rund 2000 Besucher eine Abkühlung im Erlebnisbad. Im Sommer ist das eine gute Besucherzahl pro Tag, während im Winter die gleiche Besucherzahl erreicht wird - allerdings pro Monat.


Nah am Rekordjahr

Dank eines "bombastischen Sommers", so Sahlender, kletterten die Besucherzahlen bereits auf 68 000 nur in diesem Jahr. Dazu kommen noch geschätzte 9000 Besucher im Restjahr dazu. Somit wäre es der beste Sommer seit 2006, erklärt Sahlender.

Die Zahlen des Rekordsommers 2003 können allerdings wohl nicht geknackt werden: Damals kamen knapp 111 500 Besucher ins Haßfurter Erlebnisbad. Aber die prognostizierten 77 000 Badegäste dieses Jahr sieht Sahlender sehr positiv im Gegensatz zum Vorjahr, in dem 25 000 Besucher weniger ihre Bahnen in Haßfurt zogen.
Zum Ende der Sommerferien wird das Erlebnisbad wieder auf Herbstbetrieb umstellen. Gäste können dann ab 16 Uhr Becken und Sauna nutzen. Direkt nach dem 38. Haßfurter Straßenfest ab dem 4. Oktober geht auch die Eishalle wieder in Betrieb.
In der Eisdisco, die jeden Samstag stattfinden wird, werden verstärkt wieder Live-DJs wie DJ Oli Vencer und Alex Sella auflegen, verspricht Sahlender von den Stadtwerken.