Wenn Kirchlauters Bürgermeister Jochen Steppert (CSU) von einer der größten Bürgerinitiativen Bayerns spricht, dann verbindet er damit durchweg Positives. Die 134 Frauen und Männer, die am Dienstagabend in der Aula der Eberner Mittelschule für 25- oder 50-maliges Blutspenden ausgezeichnet wurden, sind die tragenden Säulen dieser Bürgerinitiative: dem Blutspendedienst des Roten Kreuzes.

Den freiwilligen Spendern ist es zu verdanken, dass der BRK-Blutspendedienst seiner Aufgabe nachkommen kann, täglich Krankenhäuser und Universitätskliniken in Bayern mit dem benötigten Blut für Erkrankte oder Verletzte ausreichend zu versorgen. Über 500.000 Blutspenden werden dafür vom Roten Kreuz im Jahr bereit gestellt. Dass sich die Menschen in den Haßbergen dabei besonders hervor tun, macht nicht nur die Rotkreuzler, sondern auch Bürgermeister Steppert stolz. Seit 29 Jahren sei der BRK-Kreisverband Haßberge Bayerns Spitze im Blutspendeaufkommen.

Vorbild für Jüngere


Das Engagement der treuen Spenderinnen und Spender, sich für in Not befindliche Mitmenschen einzusetzen, sei keineswegs selbstverständlich. Gerade bei jungen Menschen, so Steppert, hätten sich die Interessen oft zugunsten materieller Dinge verschoben. Das lasse sich an der rückläufigen Zahl der Erstspender ablesen. Um so mehr appellierte Jochen Steppert an die geehrten Spender, die "alten Hasen": "Motivieren Sie Ihre Kinder, übernehmen Sie eine Patenschaft für einen Erstspender aus Ihrer Familie, rühren Sie die Werbetrommel für neue Spender!" Denn Blutspenden seien für Erkrankte und Verletzte lebensnotwendig. 25- oder gar 50-maliges Spenden zeuge von Nächstenliebe und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitbürgern, die in Not sind, so Steppert.

Die Frauen und Männer unterstützen nach Stepperts Worten seit vielen Jahren die "zutiefst soziale und humane Aufgabe, der sich der Blutspendedienst des BRK stellt". BRK-Kreisbereitschaftsleiter Dieter Kirstner meinte, die Spitzenstellung im Freistaat sei über solch lange Zeit nur durch fleißige Spender zu erreichen, die sich für ihren Nächsten einsetzen und dabei ganz und gar keinen Egoismus an den Tag legen. Sie übernähmen damit eine weitreichende Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

Logistische Leistung


Natürlich bedeute Blutspenden auch für das BRK eine logistische Herausforderung. In Ebern und den umliegenden Gemeinden werde das Blutspenden von engagierten Rotkreuzhelfern vorbereitet und betreut, sie sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Was das bedeutet, zeigte Kirstner anhand von Zahlen aus dem Jahr 2008 auf. So seien im Landkreis bei 122 Entnahmeterminen 11.309 Blutkonserven gespendet worden, 484 BRK-Helfer waren dabei 4700 Stunden ehrenamtlich im Einsatz. Die Geehrten erhielten für ihr Engagement Urkunden und Ehrennadeln.

Sie spendeten schon 50 Mal


Für 50-maliges Blutspenden wurden geehrt: Heide Beiersdorfer (Dippach), Petra Herold (Birkenfeld), Dieter Schwarz (Pfaffendorf), Monika Wenath (Maroldsweisach), Angela Bärmann, Volker Bärmann (beide Hafenpreppach), Josef Wagner (Pfaffendorf), Claus Ziegler (Altenstein), Claudia Gagel (Ditterswind), Claudia Mildenberger, Norbert Steinke, Thomas Sauer, Christa Beck, Brigitte Korn, Christa Helmreich (alle Maroldsweisach), Doris Schneidawind, Erna Böck, Anne Spielmann (alle Pfarrweisach), Ulrike Lutz (Lohr) und Sonja Schneidawind (Kraisdorf).

Ebenfalls 50-mal gespendet haben: Heike Zürl, Holger Zürl, Jens Mäutner (alle Rentweinsdorf), Thomas Horn (Gräfenholz), Ute Wirsing, Melanie Holzmann, Alfred Schmitt (alle Kirchlauter), Carmen Meissner, Uwe Derra (beide Neubrunn), Antonie Schramm, Eva Greiff-Schmidbauer, Jutta Schrenker, Karin Küchler, Siegfried Schrenker (alle Untermerzbach), Anita Meixner, Gerhard Popp, Josef Grundler (alle Gereuth), Hans-Dieter Speer (Memmelsdorf), Robert Bohla (Obermerzbach), Monika Gapon, Renate Fuchs, Renate Hofmann, Ruth Lüdtke, Margit Schlee (alle Breitbrunn), Baptist Schmitt (Lußberg) und Alexandra Geuß (Hermannsberg).

Weiterhin haben 50-mal gespendet: Iris Hellwig, Udo Hellwig, Harald Pascher, Richard Jaklin, Walter Plott, Leonhard Dorsch, Monika Stöhr, Robert Lurz (alle Ebern), Andreas Streng (Bischwind), Ingrid Wagner, Martina Sperber (beide Heubach), Walter Zapf (Eichelberg), Hans Gegner (Kurzewind), Manfred Müller (Bramberg), Berthold Barth (Unterpreppach), Martin Langguth, Wolfgang Denninger, Jürgen Schafhauser (alle Fischbach), Oswald Zöttlein (Albersdorf), Rainer Luther (Kaltenbrunn), Doris Hagemann (Gleußen), Rosemarie Günther (Medlitz), Jürgen Schmitt und Thomas Streng (beide Reckendorf).

Sie spendeten 25 Mal


Die Geehrten für 25-maliges Spenden: Marion Korn, Maria Krannich (beide Pfaffendorf), Helmut Müller-Gärtner (Allertshausen), Ramona Boseckert, Irene Degel (beide Voccawind), Roland Hennig, Tobias Kalb, Gertrud Hennig (alle Maroldsweisach), Irene Hauck (Ditterswind), Susanne Schneider (Altenstein), Edith Albrecht (Kraisdorf), Luitgard Rößner, Doris Oppelt (beide Pfarrweisach), Claudia Meyer (Junkersdorf), Christel Holzwarth (Lind), Renate Mäutner (Rentweinsdorf), Martin Fuchs, Andrea Baum, Sabine Heckelmann, Ulrike Kaiser, Thomas Bauer, Jochen Zettelmeier, Gabriele Schmitt, Claudia Theuerling (alle Kirchlauter), Arno Götzendörfer (Neubrunn), Martin Mölter, Rosemarie Wendler (beide Untermerzbach), Helga Sußyk, Christina Michel, Alexander Toni (alle Memmelsdorf), Uwe Köhler (Recheldorf), Hermann Lüdtke (Breitbrunn) und Michel Klaus (Hohnhausen).

Ebenfalls 25-mal gespendet haben: Tanja Güthlein, Stefan Mildenberger, Karlheinz Lutsch, Harald Bornkessel, Roland Freund, Rita Hanke, Frank Klehr, Mathilde Reinwand, Kordula Daum-Clarke, Andreas Schmitz, Silke Zettelmeier, Andreas Schor, Bernhard Bendner, Uwe Linss, Gabriele Wild, Petra Lang, Achim Tübner, Kerstin Schäfer (alle Ebern), Dorothea Voigt (Bramberg), Peter Hubatscheck (Unterpreppach), Birgit Klein (Vorbach), Steffen Barth (Eyrichshof), Harald Pfaff (Kaltenbrunn), Sonja Herr, Diana Meinfelder (Itzgrund), Monika Müller (Heilgersdorf), Markus Weiss, Manuela Weiss-Vonbrunn (beide Poppendorf), Stefan Dirauf (Mürsbach), Petra Endrich (Reckendorf), Holger Wolf und Steffen Wolf (beide Gerach).

von Michael Will