Zahlreiche Ortseinsichten standen auf dem Programm des Bau- und Umweltausschusses des Gemeinderats Wonfurt. Neben einigen privaten Bauvorhaben nahm das Gremium die laufende Kanalsanierung im Ortskern und die Erweiterung der Straße "Mauerhecke" im Gewerbegebiet in Augenschein.

Zum Ausbau des Bauhofes informierte Bürgermeister Holger Baunacher, dass hier neben Schlammfang und Abscheider für den Waschplatz auch ein neuer Kanalanschluss über ein Grundstück der Gemeinde zum Von-Seckendorff-Platz notwendig ist. Die Kosten für den Waschplatz inklusive Kanalerweiterung werden auf 96 000 Euro geschätzt. Gemeinderat Karl Hellwig schlug vor, zusätzlich eine Regenwasserzisterne in den Plan mit einzubeziehen, um beim Waschen der Bauhoffahrzeuge Leitungswasser zu sparen. Bürgermeister Baunacher versprach, die Machbarkeit prüfen zu lassen.

Umkippen soll vermieden werden

Um ein weiteres Umkippen der Wonfurter Seen bei großer Hitze und Trockenheit wegen fehlenden Sauerstoffs zu verhindern, informierte Bürgermeister Baunacher über eine Art der Gewässerpflege, wie sie zum Beispiel in Grafenrheinfeld angewandt wird.

Zuletzt hatten nämlich in Wonfurt im August vergangenen Jahres im Anglersee "Löchle" hunderte tote Fische eingesammelt werden müssen. Die Feuerwehr Wonfurt wälzte zudem das Wasser zur Sauerstoffanreicherung mit Hilfe von Pumpen um. Um solche Szenarien nach Möglichkeit in Zukunft zu vermeiden, bot Baunacher an, sich mit dem Grafenrheinfelder Bürgermeister Christian Keller auszutauschen.

Dort wurde ein Unternehmen zur Gewässerpflege engagiert, das mit Amphibienfahrzeugen Unterwasserpflanzen bis zu einer Tiefe von 2,2 Metern abmäht und mit einem Spezialaufbau auch bis in eine Tiefe von drei Metern Schlamm ausbaggern kann. Baunacher will ein Konzept für alle vier Wonfurter Seen ausarbeiten lassen und dieses dem Gemeinderat vorstellen.