"Wir haben immer viel gearbeitet", dieses Motto hat das Ehepaar Ida und Hermann Müller ein Leben lang begleitet und offensichtlich auch jung gehalten. Am Samstag konnten beide im Kreise der Familie in Kirchaich das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern.
Ida Müller, geborene Graser, ist in Kirchaich geboren und aufgewachsen. Die Liebe zu ihrem Ehemann Hermann hat sich am Rande des Fußballfeldes in der Nachbargemeinde Trossenfurt angebahnt. Dort stand Hermann Müller im Tor und hat nicht nur seinen Kasten sauber gehalten, sondern auch einen Blick auf seine Zukünftige geworfen.
Als Hausangestellte hat die Jubilarin zunächst einige Jahre in Bamberg und Zeil gearbeitet. Nach dreijähriger Tätigkeit bei der Firma Kugelfischer in Ebelsbach ist sie in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter aufgegangen.
Das Wohlergehen von Tochter und Sohn, deren Familien mit Ehepartnern mittlerweile auf drei Enkel und zwei Urenkel angewachsen ist, war und ist auch heute noch eine Herzensangelegenheit der 83-Jährigen, wie sie berichtete. Vor allem für das Backhandwerk hatte Ida Müller ein goldenes Händchen. Und so war sie früher als Krapfenbäckerin im ganzen Steigerwald gefragt. Über die in Fett ausgebackenen Gebäckstücke freut sich heute noch die eigene Familie. Mit ihren selbstgestrickten Socken hat sie der Verwandtschaft und Bekanntschaft gerne eine Freude gemacht.
Hermann Müller ist in Trossenfurt geboren und dort zur Schule gegangen. Danach hat er das Maurerhandwerk erlernt. Später ist der heute 83-Jährige zur Firma Kugelfischer nach Ebelsbach gewechselt, wo er bis zum Eintritt ins Rentenalter 31 Jahre gearbeitet hatte. Nicht nur Leidenschaft zum Fußball, sondern auch die zum Wandern war bei ihm ausgeprägt. Heute geht zwar alles einen Gang langsamer, wie Hermann Müller berichtet, aber eine Runde in der heimatlichen Flur gehört für ihn zum täglichen Pflichtprogramm.
Die Hilfsbereitschaft wird bei den Eheleuten Müller großgeschrieben. Zum Ehrentag überbrachte Oberaurachs stellvertretender Bürgermeister Hans Albert Glückwünsche sowohl der Heimatgemeinde als auch für den verhinderten Landrat.
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