Um 15 Uhr heulten in allen Ortsteilen die Sirenen und dirigierten 58 Frauen und Männer zu ihren Feuerwehrgerätehäusern. In Kürze stand die Burgpreppacher Feuerwehr bereit, um in den Einsatz zu gehen.
Kreisbrandinspektor Peter Hegemann, der die Übung leitete, erklärte den Ablauf der ernstfallmäßigen Einsatzübung. Er bestätigte, dass sehr flott gearbeitet wurde. Während die Birkacher Wehr mit ihrem Schlauchwagen eine Leitung von der Weisach über den Birkacher Weg zum Brandort verlegte, waren ein Rettungstrupp der FFW Hofheim und Atemschutzträger dabei, vier verletzte Personen aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Die waren clever und bargen die vierte Person mit einem vorhandenen Wagen, der gleich "mitgerettet" wurde.
"Heute habe ich wenig zu motzen", erklärte der KBI. Hegemann. Er ging abschließend auch auf den neugeregelten Rettungsdienst ein, der ab dem 24. Juli auch die Feuerwehren unter seine Fittiche nimmt. Die integrierte Rettungsleitstelle Schweinfurt wird für beide Bereiche dann unter der Nummer 112 erreichbar sein. Bürgermeister Karlheinz Denninger verwies darauf, dass heute die Wehren modernste Geräte benötigen.

Drehleiter im Einsatz


Bei der Schauübung in Burgpreppach sorgte die FFW Hofheim dafür, dass mit ihrer modernen Drehleiter die Brandbekämpfung in 27 Meter Höhe möglich wurde. Nachdem die übliche Löschmaß auf den Tischen stand, bedankte sich der örtliche Kommandant Manfred Schirdewahn bei seinen Kameraden, dass sie sich am Gemeindefeuerwehrtag an der Übung beteiligten. Am Sonntag wurde noch ein ökumenischer Gottesdienst angeboten.
23 Männer aus den Feuerwehren der Marktgemeinde waren bereits am Freitag von Kreisrat Günter Geiling (CSU) für 25 und 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem silbernen und goldenen Ehrenzeichen des Freistaates ausgezeichnet worden.
Kommandant Manfred Schirdewahn ging auf zehn Jahre Feuerwehrgerätehaus Burgpreppach ein, bei dessen Bau sich die Feuerwehrler enorm einbrachten. Vor zehn Jahren befand sich das Feuerwehrgerätehaus am Rathaus und das brachte so manche Schwierigkeit mit sich. Es wurde zu eng und auch die steile Anfahrt war nicht günstig.
Bürgermeister Karlheinz Denninger (Gemeinwohl) würdigte die ehrenamtliche Dienstleistung der Feuerwehren. In seinen Augen ist die FFW die älteste und effektivste Selbsthilfeeinrichtung der Gemeinde, in der nicht gefordert, sondern an- und zugepackt wird. "Ihr seid ganz einfach die guten Seelen unseres geselligen Lebens in den Dörfern", erklärte Deininger.
Kreisrat Günter Geiling stellte fest, dass sich die Aufgaben der Feuerwehren in den vergangenen Jahren enorm änderten. Von daher wirke es beruhigend zu wissen, dass schlagkräftige Wehren im Raum Burgpreppach zur Stelle sind, wenn es brennt oder Unfälle auf der B 303 passieren.
Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Hegemann hat etliche der Geehrten mit ausgebildet. Deshalb freute es ihn, diese Männer der FFW aus der Marktgemeinde Burgpreppach mit dem staatlichen Ehrenzeichen auszeichnen zu können. Der KBI hob neben dem aktiven Feuerwehrleben auch die Kameradschaft heraus, die er als sehr wichtig einstufte. Der Gemeinde dankte KBI Hegemann, dass sie die Ehrungen in einem so würdigen Rahmen ermöglichte.