Mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,52 haben die 82 Abiturienten am Eberner Friedrich-Rückert-Gymnasium ihr Abitur abgelegt. Nun wurden die Schüler, die mit ihren Eltern eingeladen waren, in einer würdigen Feier in das Leben entlassen. Dank des großzügigen Platzangebotes in der Dreifach-Turnhalle konnten die Hygienevorschriften eingehalten werden und die Familien getrennt voneinander Platz finden.

Gemeinsam sei es gelungen, unter schwierigsten Bedingungen die Prüfungen durchzuführen, erklärte Schulleiter Martin Pöhner. Dabei habe sich das Lehrerkollegium größte Mühe gegeben, das Ganze fair ablaufen zu lassen - mit Regeln, die situationsbedingt etwas anders waren als sonst.

"Ich erinnere mich, als aus null Punkten in der leer abgegebenen Klausur schnell mal zwölf Punkte im Gesamtergebnis werden konnten - dank der Corona-Sonderregeln des Kultusministeriums", sagte Pöhner augenzwinkernd.

Das beste Abitur mit 1,0 schrieb Nina Hälterlein aus Ebern. Gemeinsam mit Arezou Hassanzadeh (1,1/Eckartshausen), Patrick Schneider (1,3/Frickendorf) und Max Kunzelmann (1,5/Allertshausen) wurde sie als Jahrgangsbeste geehrt. Daneben gab es Preise für hervorragende Leistungen in einzelnen Fächern. Diese erhielten Niklas Zillig aus Ebern (moderne Fremdsprachen), Sahra Reisenweber aus Hilkersdorf (in Deutsch), Samuel Schäff aus Maroldsweisach (Latein und Geschichte-Sozialkunde), Sophie Landvogt aus Ebern (Geschichte-Sozialkunde) und Carolina Pfeuffer aus Ebern (Biologie). Für ihr besonderes Engagement wurden Lea Weier aus Rentweinsdorf (SMV und Schülerzeitung), Christina Lurz aus Ebern (sportlicher und musikalischer Bereich), Julian Demling aus Reckendorf (musikalischer Bereich), Til Batzner aus Ebern (Schüler-Lehrer-Band) und Florian Nestmann aus Untermerzbach (Schülerzeitung) ausgezeichnet.

Landrat Wilhelm Schneider freute sich über die gute Startposition der jungen Erwachsenen in den Beruf: "Wer in Corona-Zeiten das Abi schafft, für den wird die Ausbildung oder das Studium ein Leichtes sein." Gleichzeitig erinnerte er daran, die Wurzeln zur Heimat nicht zu verlieren und trotz Studium in fernen Orten vielleicht eines Tages in den Landkreis zurückzukehren.

An aufregende Schulzeiten erinnerten die Abiturienten Lea Weier, Nico Senff und Niklas Zillig: "Wir sind der katastrophalste Jahrgang aller Zeiten." Freilich meinten sie es nicht auf schlechte Leistung bezogen, sondern auf allerlei kleinere und größere "Katastrophen", die die Oberstufenschüler im Laufe der Jahre begleiteten und jetzt mit der Pandemie den Abschluss fanden. Ein Dank galt den "Architekten des Jahrgangs", Schulleiter Pöhner sowie den Kollegstufenbetreuern Christine Bördlein und Daniel Heß.

Musikalisch wurden die Feierlichkeiten von der Abiturientin Arezou Hassanzadeh am E-Piano umrahmt.