Das meldet das Polizeipräsidium in Würzburg. Die 41-Jährige aus Oberfranken war nach Beendigung des Faschingsumzuges von einem Motivwagen gestützt.

Der schlimmste Vorfall war der in der unterfränkischen Steigerwaldgemeinde Trossenfurt. Während es bei dem eigentlichen Umzug keinerlei Vorfälle gab, kam es kurz nach Beendigung gegen 16 Uhr zu einem schweren Unfall, wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums, Karl-Heinz Schmitt, berichtet. Die Frau aus Oberfranken, die den Umzug auf einem von Privatleuten organisierten Wagen mitgemacht hatte, war nach dem Ende noch einmal auf den Motivwagen gestiegen, weil sie dort ihre Handtasche vergessen hatte. Dabei fiel die 41-Jährige aus unbekanntem Grund über die Holzbrüstung gut zwei Meter in die Tiefe.

Nicht mehr ansprechbar


Nach Zeugenaussagen schlug die Frau seitlich mit dem Kopf und der Schulter auf der Straße auf. Die Geschädigte war in der Folge nicht mehr ansprechbar. Nach einer ersten ärztlichen Versorgung durch einen Notarzt vor Ort wurde die Frau mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen per Hubschrauber in eine Klinik nach Bamberg geflogen. Was letztendlich zu dem Sturz der 41-Jährigen geführt hat, ist Gegenstand der Ermittlungen, die von der Polizeiinspektion Haßfurt geführt werden.

Ordner verletzt


Glimpflicher war zuvor ein Zwischenfall in Aschaffenburg verlaufen. Dort musste der Faschingsumzug wenige Minuten nach 15 Uhr in der Erthalstraße wegen Zugstockungen anhalten und einige Zeit stehen bleiben. An den Umzugsfahrzeugen befanden sich jeweils vier Ordnungskräfte zur Absicherung.
Während der Standzeit stellte sich einer der Ordner an dem Wagen des Obernauer Karnevalsvereins vorne links zwischen Traktor und Anhänger. Der 17-Jährige war nach eigenen Angaben durch eine Unterhaltung mit einem Zuschauer abgelenkt. Aus diesem Grund bekam der Jugendliche dann auch nicht mit, dass sich der Zug wieder in Bewegung setzte. Als der Traktor anfuhr, wurde der junge Mann an der vorderen Aufbauwand erfasst und im Beinbereich von einem Anhängerrad überrollt. Der 17-Jährige wurde von einem Rettungsfahrzeug in en Aschaffenburger Krankenhaus gebracht. Zunächst waren schwere Beinverletzungen vermutet worden. Inzwischen gibt es Erkenntnisse, dass der Jugendliche eventuell mit Quetschungen und starken Prellungen davon gekommen ist.
Von dem übrigen Faschingstreiben in Unterfranken wurden keine größeren Vorfälle bekannt. Gleichwohl hatte die vielen Polizeibeamten, die an diesem Tag eigens eingesetzt waren, einiges mit alkoholisierten Besuchern und mit der einen oder anderen Schlägerei zu tun.