„Wer weiß, was die zwölf Sterne auf blauem Grund auf der Europafahne bedeuten?“ Mit dieser Frage begab sich Pater Waldemar Brysch OMI in seiner Predigt zur feierlichen Maiandacht der Senioren im Haßlachtal auf die Spur Mariens in der Europaflagge, die von Paul Levi und Graf Benvenuti 1955 entwickelt wurde. Damals war man auf der Suche nach einem verbundenen christlichen Symbol für die Einheit der europäischen Staaten.

„Maria leuchtet, weil sie Christus, die Sonne, gläubig aufgenommen hat.“, so Pater Waldemar. Dadurch wurde sie auch zum Zeichen der Einheit unseres Kontinentes. Die Strahlen im Glosberger Wallfahrtsbild sind ein Ausdruck dieser Strahlkraft Mariens, die unser Leben (und das der Senioren) erhellen möchte. „Bitten wir für uns, unsere Kinder und Kindeskinder und für Europa, dass wir Christus, wie Maria, aufnehmen und, wie jetzt im Frühjahr in der Natur, das Leben auch in uns und um uns herum zu blühen beginnt.“, mit diesem Wunsch für die  Senioren aus den Pfarreien Glosberg, Stockheim, Neukenroth und Kronach, die an diesem Tag zu Besuch in der Wallfahrtkirche Mariä Geburt Glosberg waren, beendete Pater Waldemar seine Predigt. Auch die Frauenschola aus Stockheim unter Leitung von Siegfried Weißerth trug ihren Teil zu dieser marianischen Messe bei, diesen guten Wunsch auf musikalische Art und Weise umzusetzen und in ihrem feierlichen Lob Mariens zum Ausdruck zu bringen. Im Anschluss an die Maiandacht bewirtete das fleißige Helferteam der Glosberger Senioren alle Gäste der Seniorenkreise des Seelsorgebereiches unteres Haßlachtal. Bei Kaffee und Kuchen im Pfarrheim und angenehmer Atmosphäre fiel es den Senioren leicht, im Geiste Mariens sich über die Pfarreigrenzen hinweg auszutauschen und neue Verbindungen zu knüpfen.
 
 Gegen 17:30 wurden die Senioren sicher mit dem Bus zurück in ihre Ortschaften gebracht.