Der Brauch, dass Kinder die Häuser besuchen, entstand im Mittelalter. Die Sternsinger ziehen schon vor dem Dreikönigstag, um die Häuser zu segnen. Über der Tür werden die Jahreszahl und die Namen der Könige mit Kreide aufgezeichnet: 20+C+M+B+16. Die Buchstaben lassen sich folgendermaßen deuten "Christus Mansionem Benedicat" - "Christus segne das Haus". Die Sternsinger zogen in fünf Gruppen aus der Kirche aus und besuchten die Wohnhäuser in Rothenkirchen, Brauersdorf und Friedersdorf. Die Dreizahl leitet sich wohl von den drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe her, die im Evangelium erwähnt werden und die Hauptpersonen sind dabei die drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar. Pater Haagen segnete zuvor im Gottesdienst auch Wasser und Salz, zum Gedächtnis an die Taufe Jesu, sowie die Kreide, mit der die Sternsinger die Türbalken bezeichnen. Dabei erhalten die Kinder auch spenden die an das Kindermissionshilfswerk der Aktion „Sternsinger“ gehen. Pater Haagen bat darum, für die Kinder eine Spende und ein Lächeln parat zu halten, denn sie leisten viele Stunden bei Wind und Kälte, Regen oder Schnee, eine gemeinnützige Aufgabe die Anerkennung finden sollte. 

K.- H. Hofmann