Ortsvereinsvorsitzender Alexander Fehn freute sich über den guten Besuch der Ortsvereine aus Reichenbach mit der stärksten Gruppe sowie den Gästen aus Teuschnitz.
 
Stadtrat Marion Stingl aus Teuschnitz ging in seinen Ausführungen auf die Kommunalpolitik in Teuschnitz ein. Es stehe alles im Zeichen der „Arnika“ und die Bürger in ihrer Gesamtheit und auch als Individuum käme erst an zweiter Stelle. Er betonte, dass die Infrastruktur in Teuschnitz immer schlechter wäre und sich dies nicht nur beim Bürger bemerkbar mache sondern auch die Verbleibenden Geschäfte in Teuschnitz in eine schwierige Lage brächte.
 
Die Reichenbacher Bürgermeisterin Karin Ritter zeigte sich mit der Entwicklung ihrer Gemeinde sehr zufrieden. Einerseits sei es gelungen Schuldenfrei zu werden, anderseits trotzdem kräftig zu Invertieren. Im Reichenbacher Gemeinderat ziehen alle an einem Strang, alle Gemeineräte werden über alles bestens informiert, das sei die Basis für das gute Miteinander unabhängig von Mehrheiten.
 
Der Hauptredner des Abends SPD Bürgermeister der Stadt Ludwigsstad Timo Ehrhardt.
In seinen Ausführungen ging er auf Landes,- Bundes- und Kreispolitik ein. Der Ausstieg aus der Atomenergie war der SPD schon immer ein immens wichtiges Anliegen. Bei der CDU/CSU bedurfte es erst Katastrophen wie Fukushima um den Schalter um zu legen. Deshalb sei es sehr irritierend, Regeln für erneuerbare Energien, wie die 10H Regel für Windkraftanlagen zu verstehen. Die CSU riskiere mit ihrem energiepolitischem Chaoskurs Investitionen und Arbeitsplätze in Bayern. Verlässlicher und bezahlbarer Strom sei einer der wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen. Es müssen vor Ort Lösungen gefunden werden da durch den Transport des Stroms aus dem hohen Norden für die Menschen im Süden Deutschland höhere Kosten entstehen.

Der Motor der großen Koalition sei nach wie vor die SPD. Es wurde viel erreicht. Das Rentenpaket mit abschlagsfreien Renten nach 45 Beitragsjahren, die Novellierung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes, das Elterngeld Plus, mehr Zeit und Geld für gute Pflege kranker und alter Menschen, die BAföG-Erhöhung. Besonders hob er den gesetzlichen Mindestlohn hervor, der seit Januar 2015 gilt. Anständige Arbeit muss anständig bezahlt werden! Das nächste Ziel müsse sein Mann und Frau für gleiche Arbeit auch gleich zu entlohnen.

Die von der bayrischen Staatsregierung bis 2023 ausgerufen Barrierefreiheit ist mit diesen Voraussetzungen nicht realisierbar. Es sei für die Kommunen kein Geld von Seiten der Staatsregierung vorhanden dies um zu setzten. Die SPD im Landkreis Kronach hat sich dem Thema angenommen und begonnen dies am Bahnhof in Kronach um zu setzten.