Wildes Wasser und verwunschene Ruinen Nach dem langen Regen ist sie ganz schön reißend geworden, die Steinach. Entlang des schmalen Weges an ihrem Ufer entlang kommt man an einem Industriedenkmal vorbei, der Schneidmühle am Hochofen. Damals nur vom Wasser betrieben, hilft heute ein Elektromotor beim Schneiden der „Blöcher“, wie die Frankenwäldler zu den unbearbeiteten Baumstämmen sagen. 1867/68 nahm die Schneidmühle ihren Betrieb auf. Seitdem wurde ihr „Innenleben“ stets den technischen Neuerungen angepasst. Fachleute und Freiwillige renovierten sie liebevoll und ersetzten Verlorenes durch Ersatzteile. Mehr dazu

Nach einer längeren Wegstrecke durch den Wald landet man dann auf dem Parkplatz an der Waldschänke. Wer sich von dort aus auf den 300-Meter-Anstieg zur Nordeck aufmacht, sollte vorher oder nachher unbedingt in der Waldschänke einkehren. Es erwartet ihn ein urgemütliches Wirtshaus mit Schwedenofen und echter Hauskatze, die vor allem Süßes liebt.
Ist der kleine Aufstieg geschafft, steht sie vor einem, die Burgruine der Nordeck. Laut Historikern sind über die Entstehung dieser Burg keine schriftlichen Unterlagen vorhanden. Um 1000 diente die damalige Veste Nordeck den Grafen von Henneberg als Schutz ihres Besitzes. Danach kam sie in den Besitz der Bamberger Bischöfe, bis sie in den Bauernkriegen 1525 geplündert und nahezu komplett zerstört wurde.