Zu dieser Superschau – sie wurde bisher von tausend Heimatfreunden besucht -  haben sich auch 20 Schulklassen aus dem Landkreis Kronach angemeldet. Die Organisatoren werten diesen hohen Zuspruch als ein erfreuliches Zeichen ihrer umfassenden Bemühungen, Ortsgeschichte transparent darzustellen.

Eindrucksvoll sind vor allem am Eingang der acht Meter hohe Förderturm, das Rodachfloß sowie der Bergwerksstollen mit Stempel und Kappen. Modelle, Bilddokumente und Filme in den vier Medieninseln informieren über den Steinkohlenbergbau. Viel Anklang findet vor allem bei den Schülern das Mainfloß mit Floßhütte, Kohlenfässern und Oberlast. Das Modell stellte Ortsheimatpfleger Gerd Fleischmann zur Verfügung, das 2003 Ehrenfloßmeister Alfons Geiger aus Friesen gebastelt hatte.

Und das sind die Fakten: In alter Zeit waren die Bergleute auf die Flößer angewiesen, die die Kohlen bis nach Frankfurt transportierten.
Die 120 Meter langen und neun Meter breiten Flöße wurden in Bischberg zusammengebaut. Erst mit der Eisenbahn – Start 1835 zwischen Fürth und Nürnberg – endete der Wassertransport. Schon 1582 wird in alten Dokumenten der Kohlenzeche Reitsch auf die Flößerei hingewiesen. Bereits 1795 wurden in Küps über 4.000 Kohlenfässer verzollt.  So arbeiteten viele Jahre Bergleute und Flößer Hand in Hand.