Der Heimatverein Herzogenaurach startet heute sein Herbstprogramm. Los geht es mit einem recht reißerischen Thema. Angesichts der Krimi- und Tatortschwemme auf den deutschen Fernsehkanälen hat der Referent, Professor Wolfgang Wüst vom historischen Seminar der Universität Erlangen-Nürnberg, das Thema "Kriminalgeschichte - Tatort Franken. Die Entstehung der Zuchthäuser" gewählt.


Anklage wegen Raffgier

Ausgangspunkt seiner Betrachtungen und Untersuchungen ist die "Constitutio Criminalis Bambergensis", eine Bamberger Hoch- und Blutgerichtsordnung, in der das Rädern, Foltern, der Pranger, der Galgen und der Feuertod im Mittelpunkt standen. Vom damaligen Landesherrn, Bischof Georg III., wurden auch in Herzogenaurach Luxus und Hoffart, Raffgier, Fress-, Spiel- und Trunksucht angeklagt.
Außerdem wurden in späteren Jahrhunderten Zucht- und Arbeitshäuser eingerichtet und wiederholt Verfahren gegen falsche Bettler eingeleitet. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr in der Gaststätte Heller bei freiem Eintritt. Gäste sind willkommen.


Stadtrundgang entfällt

Der Heimatverein teilt außerdem mit, dass der für Freitag, 23. September, geplante Stadtrundgang mit einer abschließenden Einkehr zum Thema "Wirtshausherrlichkeit" entfallen muss und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.