Großwalbur — Im vergangenen Jahr hatte sich der Vorstand der Kreisbläserjugend Coburg viel vorgenommen. Dass man komplett ausgebremst wurde und alle geplanten Aktivitäten in der Schublade verschwinden mussten, lag bei weitem nicht an den Akteuren, sondern an einem hinterhältigen Virus. So reduzierte sich die Hauptversammlung, die virtuell durchgeführt wurde, auf die üblichen Regularien und die turnusmäßige Wahl des Kreisvorstandes.

Der Vorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Kreisverband Coburg, Norbert Oppel, gab sich keiner Hoffnung hin, dass sich die Situation im nächsten Vierteljahr ändern werde. "Die bisherigen Maßnahmen haben nichts gebracht", stellte Oppel nüchtern fest. Auch für die Zeit nach der Pandemie geht Oppel davon aus, dass die Vereine nicht schnell in den Alltag zurückfinden. Besonders der Nachwuchs bereitet ihm Sorgen. "Bei den Jugendlichen geht es rückwärts", meinte Oppel und fügte hinzu: "Durch das ständige Hin und Her werden die Kinder müde und verlieren die Lust."

"Sie merken jetzt, was fehlt"

Alexander Schunk brachte seine Befürchtung zum Ausdruck, dass auch viele ältere Aktive die Zwangspause nutzten, um die Notenblätter aus der Hand zu legen.

Anders sah dies Stefan Hofknecht. Für ihn stehe fest, dass nach den coronabedingten Einschränkungen das Engagement der Aktiven wieder sehr hoch sein werde. "Die Musiker merken jetzt, was ihnen alles fehlt", meinte Hofknecht. Für die Vorsitzende der Kreisbläserjugend, Hella Klett, steht an erster Stelle, dass die Vereine sich in dieser schwierigen Zeit im Zusammenhalt üben.