Erstmals gestalteten die Pfarreien St. Vitus Sterpersdorf und St. Georg Höchstadt Bittprozessionen gemeinsam. Am Abend des ersten Bitt-Tages zogen betend und singend die Sterpersdorfer Katholiken mit Pastoralreferent Christian Lauger von der Pfarrkirche über Schwarzenbach durch den Wald zum Flurmarterl in Ailersbach.
Die Höchstadter Teilnehmer an der Bittprozession machten sich mit Liedern und Gebeten von Großneuses aus ebenfalls auf den Weg nach Ailersbach. Gemeinsam feierten dann die beiden Gemeinden zwischen Feldern, Wiesen und Weihern Gottesdienst. Am Vorabend des Himmelfahrtstages trafen sich beide Gemeinden wieder, um gemeinsam vom Sterpersdorfer Dorfkreuz aus zur Antoniuskapelle im gemeinsamen Glaubensbekenntnis unterwegs zu sein. Beide Prozessionen begleitete die Stadtkapelle Höchstadt unter der Leitung von Birgit Bloß und Tanja Schwägerl.


Eine Notwendigkeit

Die drei Tage vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt werden in der katholischen Kirche als Bet- und Bitt-Tage begangen. Unter freiem Himmel beten die Gläubigen traditionell in der Natur um eine gute Ernte und um den Erhalt von Schöpfung und Umwelt. Die dritte Bittprozession liefen die Höchstadter von der Spitalkirche St. Anna aus über Treibweg und "Trimm Dich-Pfad" durch den Bürger- und Staatswald nach Nackendorf, wo der Gottesdienst auf dem Sportplatz stattgefunden hat. Die Zusammenlegung war nach den Worten von Dekan Kilian Kemmer weder Wagnis noch Experiment, sondern eine Notwendigkeit. "Auf verschiedenen Wegen dasselbe Ziel zu verfolgen und dadurch enger zusammenzurücken, stellt nur vordergründig eine Folge des Priestermangels dar. Vielmehr kommen die gemeinsame Verantwortung und der verbindende Auftrag, in der Welt und für die Welt als Christen zu leben, deutlicher zum Ausdruck." NR