Es ist das älteste noch erhaltene Ehrenamt der kommunalen Selbstverwaltung: Das Amt der Feldgeschworenen. Bayernweit sind etwa 21  000 aktiv - im Kulmbacher Stadtgebiet sind es 53 Feldgeschworene. Mit Herbert Stamm und Dieter Stübinger hat Oberbürgermeister Henry Schramm jetzt zwei weitere "Siebener" für die Gemarkung Melkendorf vereidigt.
"Das Ehrenamt der Feldgeschworenen ist im Mittelalter in Franken entstanden - und wird bis heute in Bayern, Rheinland-Pfalz und Thüringen praktiziert. Die Aufgaben des Feldgeschworenen sind die richtige Platzierung sowie die Überwachung der Grenzsteine. Der Trick dabei: Feldgeschworene markieren die Grenzsteine mit geheimen Zeichen, damit sie niemand unbemerkt verschieben kann. Diese Zeichen sind so geheim, dass möglichst wenige eingeweiht werden sollen und die Feldgeschworenen das Amt auf Lebenszeit innehaben", erklärt Oberbürgermeister Henry Schramm.
Als Leitfaden für ihre zukünftige Tätigkeit im Bereich Melkendorf überreichte der Leiter des städtischen Bauhofs, Michael Barnickel, Dieter Stübinger und Herbert Stamm das Buch "Der Feldgeschworene". red