Der Leitspruch der Freien Wähler Bad Rodach für die Kommunalwahl 2020 lautet "Zukunftsnah! Bürgernah! Wir gestalten Heimat für Sie!". Dieses Motto war der rote Faden bei der Nominierungsversammlung im Thermenrestaurant.

Ernst-Wilhelm Geiling berichtete, dass die Freien Wähler und die Bad Rodacher Bürgergemeinschaft UWR auch 2020 wieder eine gemeinsame Kandidatenliste "Freie Wähler Bad Rodach" aufstellen wollen. Die gemeinsame Liste habe sich in der Vergangenheit schließlich bewährt, sagte Geiling. Aktuell sei die Fraktion der Freien Wähler mit sechs Stadträten die stärkste im Stadtrat.

Es sei wieder gelungen, eine Kandidatenliste aus erfahrenen Stadträten und Kandidaten sowie jungen, engagierten Nachwuchsbewerbern zusammenzustellen. Es sei weiterhin auf eine Ausgewogenheit zwischen Kernstadt und den Ortsteilen geachtet worden, sagte Geiling und bedankte sich bei allen Kandidaten für deren Bereitschaft, sich der Wahl zu stellen. Geiling kam darauf zu sprechen, was die Freien Wähler für die kommende Wahlperiode in der Thermalbadstadt anstreben: "Es wird im zukünftigen Stadtrat, der sich möglicherweise aus Kandidaten von sieben Listen zusammensetzen wird, wichtig sein, zielorientiert und vorausschauend für unsere Heimat zu handeln." Es müsse eine gute Balance zwischen Wirtschaft und Tourismus erreicht werden.

Neben Wohnraum seien auch infrastrukturelle Voraussetzungen wie Kindergärten, Schulen, Mittagsbetreuung zu beachten. Anbindung und Mobilität spielten ebenfalls eine wichtige Rolle. Geiling: "Diese gilt es zu verbessern. Die Versorgung muss passen, ob im Bereich Gesundheit, bei Einkaufsmöglichkeiten oder mit Energie."

Umweltbewusst und nachhaltig wollten die FW agieren. Ökologie und Ökonomie müssten sich nicht widersprechen. Kostenbewusstsein in Hinblick auf bevorstehende schwierige Haushaltsjahre müsse bei allen Investitionen beachtet werden. So müsse insbesondere abgewogen werden bei freiwilligen Leistungen der Stadt, damit deren Mittel bei der Ausführung von Pflichtaufgaben nicht fehlen. Dabei komme es nicht selten auf den richtigen Zeitpunkt an, um Fördermöglichkeiten optimal auszunutzen. Letztendlich müsse man den Bürgern auch die getroffenen Entscheidungen vermitteln und die Stadtratsarbeit transparent gestalten.

Ohne jede Gegenstimme

"Es bedarf letztendlich vernünftiger Entscheidungen. Vereinfacht gesagt: ,Anpacken und unser aller Heimat Bad Rodach mit seinen Ortsteilen zukunftsfähig gestalten‘", sagte Geiling. Die Durchführung der Nominierung übernahm Christian Gunsenheimer. Der gemeinsame Vorschlag beider Vereine sowohl für die Liste der 20 Stadtratskandidaten als auch für die Ersatzkandidaten wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. red