Der Spielplan meinte es nicht gut mit dem PSV Franken Neustadt. Am sechsten Spieltag der DCU-Bundesliga mussten die Neustadter Kegler zum KSV Kuhardt. Der Zeitpunkt für das Auswärtsspiel in der Pfalz war deshalb denkbar schlecht, da der DKBC wegen der Weltmeisterschaft in Polen derzeit spielfrei ist. Durch diese Pause war es den Pfälzern möglich, den Kader nach Belieben zu bestücken. Die Franken hofften, dass es nicht so "dicke" kommen würde - und hofften vergeblich.

Die Hausherren ließen in Jürgen Cartharius und Tobias Lacher, die eigentlich beim langjährigen DCU-Meister VKC Eppelheim neuerdings die 120 Wurf spielen, doch auflaufen. Die Gastgeber sind durch diese Möglichkeiten in dieser Saison eine absolute "Wundertüte". Nach einer starken Leistung unterlag der PSV mit 5880:6033-Holz und war im Grunde chancenlos, da Kuhardts Joker stachen und den Unterschied machten. Thomas Müller (1029) und Michael Moosburger (1004) setzten die Highlights in einer stark verbesserten und tollen Mannschaftsleistung, die einen Mut gibt für die anstehenden Spiele.

1. DCU-Bundesliga

KSV Kuhardt -

PSV Franken Neustadt 6033:5880

Den Start bei den Franken machten Bastian Bieberbach und der diese Woche kränkelnde Leistungsträger Thomas Müller. Bieberbach bekam es gleich mit dem ersten Joker der Kuhardter, Jürgen Cartharius (1047), zu und tun. Viele gute, aber auch schlechte Phasen wurden durch 9er Serien des Hausherren bestraft und so musste sich Bieberbach mit 932 zufrieden geben.

Müller lieferte sich hingegen mit dem Bahnrekordinhaber und stärksten Kuhardter, Markus Wingerter, einen tollen Kampf. Der allmähliche Leistungsgarant der Neustädter hatte Wingerter in jeder Phase im Griff und konterte die immer wiederkehrenden 9er Serien Wingerters mit Bravour. Am Ende musste er sich nur knapp mit 1029:1037 geschlagen geben.

Keine Kehrtwende im Mittelpaar

Das Mittelpaar der Franken bestand aus Kapitän Jürgen Bieberbach und dem Neustadter Joker Dietmar Gäbelein. Diese hatten die Aufgabe, den angewachsenen Rückstand von 123 Holz so gut wie möglich zu reduzieren. Auch der Kapitän war die Woche über nicht fit bedingt einer kleinen Erkältung. Dennoch bauten die Franken auf ihn, da er grünes Licht gab. Nach schwachem Start von 218 und weiteren durchschnittlichen 15 Wurf reagierte man auf Neustadter Seite und ersetzte den Kapitän durch Sascha Hammer.

Hammer rettete diesen Durchgang noch auf 232 und ließ dann seine ganze Klasse folgen. Weitere 256 und 262 ließen das Ergebnis auf tolle 968 Holz klettern. Sein Gegner Nicolai Bastian wurde nach schwachen hundert Wurf durch Stefan Reinle ersetzt, der das Ergebnis auf 922 Holz vervollständigte. Dietmar Gäbelein kam nach durchwachsenen 230 immer besser ins Spiel und zeigte mit 189 Holz in die Vollen ein richtiges "Schmankerl". Seine erzielten 975 Holz waren aber gegen Sascha Leucht zu wenig.

Tolle Vorstellung wurde nicht belohnt

Mit dem Wissen, dass noch Tobias Lacher und Patrick Jochem auf Kuhardter Seite kamen, war der 147-Holz-Rückstand ein große Hypothek. Der rechtzeitg fit gewordene Michael Moosburger machte eine gute Partie, ließ nur am Start und am Ende ein paar Hölzer liegen und erreichte starke 1004 Holz, wodurch er 85 Holz auf seine Gegenspieler aufholen konnte. Sein Gegner Patrick Jochem erzielte an diesem Tag für ihn magere 919 Kegel. Steffen Hönninger hatte in Tobias Lacher eine wirklich harte Nuss zu knacken, an der er sich die Zähne ausbiss. Auch Hönninger machte eine ansprechende Partie und erzielte 972 Kegel. Tobias Lacher angelte sich die Tagesbestleistung und erzielte 1063 Kegel.

Somit standen die Franken nach einem sehr gutem Spiel mit leeren Händen da. Die Neustadter aber wussten: Ihre Leistung hätte wohl an jedem Spieltag zu einem Sieg gereicht. Nicht aber an diesem und unter diesen Voraussetzungen, denn der PSV war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. "Kuhardt war nach dieser Aufstellung Favorit und ist dem auch gerecht geworden. Wir haben uns gut verkauft und mit der gezeigten Mannschaftsleistung bin ich mehr als zufrieden", sagte PSV-Kapitän Jürgen Bieberbach. Im Heimspiel gegen den punktgleichen SV Pößneck soll eine starke Leistung wieder mit einem Sieg belohnt werden. mimo