Der Eberner Bauhof hat im Beisein des Hausbesitzers Herbert Stäber sowie des Kreisheimatpflegers Günter Lipp eine neue, modernere Gedenktafel für den Eberner Georg Anton Huller am Haus Kapellenstraße 29 angebracht. Sie ersetzt ein Schild aus dem Jahr 1996.

Wer war dieser Huller? Günter Lipp beantwortet diese Frage: "Geboren wurde Georg Anton Huller 1829 als Schusterbub in Ebern; gestorben ist er 1883 als Direktor des Königlich Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes in München. Da konnte er sich Dr. Georg Anton von Huller nennen, denn er war Träger des Ritterkreuzes des Verdienstordens der bayerischen Krone.

Dazwischen lag ein Leben voller Pflichterfüllung, in dem er sich ,den Ruf eines der tüchtigsten Verwaltungsbeamten des Landes erworben hatte', lautete es in einem Nachruf. Der hoch begabte Eberner war nach einem glänzend absolvierten Studium in Würzburg sogleich in den Staatsdienst berufen worden, wo er bald dem Referat für Kirchen- und Schulangelegenheiten, dem späteren Kultusministerium, zugewiesen wurde. Hier stieg er bis zum Ministerialrat auf. Besonders um den Lehrerstand hat er sich im 19. Jahrhundert große Verdienste erworben. An seinem Grabe sagte man: ,... dass einer dieser verdienstvollen Mitarbeiter Huller war, ist im ganzen Lande bekannt, und der Dank des gesamten bayerischen Volksschullehrerstandes wird den Heimgegangenen auf lange Zeit gesichert bleiben'."

Inzwischen ist die lange Zeit vorbei. Mit dem Namen Georg Anton von Huller kann heute kein Lehrer mehr irgendetwas verbinden. Damit er wenigstens in seiner Geburtsstadt nicht so schnell vergessen wird, hat Ebern bereits im Jahr 1996 eine Tafel am Haus Kapellenstraße 29 anbringen lassen. Sie wurde jetzt von Arbeitern des Bauhofs durch eine modernere ersetzt. Sie wurde tiefer angebracht. red