Zu den Artikeln "Demokratie im Krisenmodus" und "Polizei: Thema mit Sprengkraft" (Bayerische Rundschau vom 24. September) wird uns geschrieben: Man kann nur zustimmen, wenn Professor Klaus Meier an die besondere Verantwortung von Journalisten in der derzeitigen aufgeheizten politischen Stimmung appelliert. Umso ärgerlicher ist es allerdings, wenn ansonsten wohlmeinende Journalisten, in diesem Fall von Radio Plassenburg und Bayerischer Rundschau, diesem Anspruch nicht gerecht werden. So geschehen in der Podiumsdiskussion in der "Kommunbräu" am 21.September zur Landtagswahl.

Die Verknüpfung der Aspekte "Innere Sicherheit/Asylpolitik" in einem Themenblock durch die Moderatoren lässt sich nämlich als geradezu klassisches "Framing" bezeichnen. Hier wurde allein durch den verbalen Zusammenhang eine Kausalität suggeriert, als seien Asylsuchende grundsätzlich ein Sicherheitsproblem.

Aufgeklärter Journalismus ist hier leider dem populistischen Dauerfeuer zum Opfer gefallen.

Dieter Fischer

Kulmbach