von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Wirsberg — Das Wirsberger Sommerbad mit seiner wohl einmaligen Wasserrutsche wurde vor genau 30 Jahren nach grundlegender Sanierung neu eröffnet. "30 Jahre Wirsberger Sommerbad, das ist ein wunderschönes Ereignis, das am 2. August gebührend gefeiert wird. Unser Freibad ist wirklich eines der schönsten in Bayern", sagt Bürgermeister Hermann Anselstetter, der auf den guten Pflegezustand der Einrichtung, die hervorragende Wasserqualität und die einzigartige Lage in dem sonnigen Tal hinweist. Mit den "Donaunixen", den Synchronschwimmerinnen aus Neuburg an der Donau, wird man unter anderem ein besonderes Highlight bieten.
Das Sommerbad ist künftig von 10 bis 19.30 Uhr geöffnet, also morgens eine Stunde später als bisher. Wenn am kommenden Samstag die Saison 2015 mit dem offiziellen Anschwimmen der DLRG-Ortsgruppe eröffnet wird, ist dies jedoch nicht die einzige Neuerung: Mit dem 30-jährigen Ralph Biedermann aus Kulmbach hat Wirsberg auch einen neuen Bademeister. Ihm zur Seite steht Petra Beller, die die Badeaufsicht übernimmt.

Rutsche ist "Millionen-Erfolg"

Bürgermeister Hermann Anselstetter stellt besonders die riesige Wasserrutsche heraus: "Das ist ein Millionen-Erfolg, denn wir haben bislang viele Millionen Rutschungen gezählt, die alle unfallfrei verlaufen sind. Das ist ein kostenloser Spaß, den man nicht überall findet. Es ist nach wie vor die längste, freischwebende Wasserrutschbahn, zumindest in Franken."
Der große Trumpf des Sommerbades wird auch heuer die Familienfreundlichkeit sein. Anselstetter: "Der Donnerstag ist praktisch ein kostenloser Kindertag, wenn mindestens eine erwachsene Person dabei ist, dann haben alle Kinder bis 18 Jahren freien Eintritt." Dies, so Anselstetter, sei ein Alleinstellungsmerkmal, denn diesen Bonus gebe es in der ganzen Region nicht. "Es ist ein besonderes Angebot, das seit vielen Jahre sehr gut angenommen wird, aber natürlich noch ausbaufähig ist."
Den Familien empfiehlt der Bürgermeister die Familienkarte, die deutlich preiswerter ist, als wenn Erwachsene und Kinder jeweils Jahreskarten kaufen.
Die Marktgemeinde Wirsberg hat sich mit einigen Attraktionen auf das Jubiläumsjahr vorbereitet. So wurden acht Sonnenliegen angeschafft, wobei man hofft, dass diese gut angenommen werden. Bürgermeister Anselstetter: "Die wollen wir einfach einmal testen, und dann werden wir sehen, ob wir für die nächsten Jahre noch mehr brauchen."

Seestern und Boote

Mit dem Kauf eines Seesterns wird eine Badeinsel im Nichtschwimmerbecken geschaffen. Dieser Stern ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Darüber hinaus wurden einige neue Spielboote gekauft. Damit soll vor allem das Planschbecken bereichert werden. Schließlich wurden weitere Taucherbrillen und Tauchringe angeschafft.
Besonders freut sich Anselstetter über den neuen Bademeister: "Ralph Biedermann ist Fachangestellter für Bäderbetriebe - also ein wirklicher Experte auf dem Gebiet. Wir haben das Glück, dass er bei uns diese Aufgabe übernimmt. Er ist ein Kulmbacher und war schon im dortigen Freibad tätig, zuletzt in der Therme in Hersbruck. Er bringt also auch berufliche Erfahrungen mit."
Es sei auch seit Jahren schon eine Auflage der Behörden, eine Fachkraft für Bädertechnik einzustellen. Der Arbeitsmarkt sei diesbezüglich eigentlich fast leergefegt, weshalb Biedermanns Verpflichtung auch ein Riesenglück für die Marktgemeinde Wirsberg sei.
Dank sagte Anselstetter dem bisherigen Bademeister Hans Holhut, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Bäderbereich tätig ist, sondern im Bauhof ein wertvoller Mitarbeiter bleiben wird. Anerkennung galt ferner der DLRG-Ortsgruppe, die die wichtigste Unterstützung für die Bademeister darstelle."