Es ist jedes Jahr ein herzliches Wiedersehen, voller Dankbarkeit und Erinnerungen, wenn sich Angehörige und Freunde von verstorbenen Bewohnern im November zum Gedenkgottesdienst im Hofheimer Altenservicezentrum der Caritas einfinden. Danach haben Mitarbeitende, Familienangehörige und andere Bewohner in der Caféteria die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Erinnerungen auszutauschen, wie die Caritas in einer Mitteilung gestern beschrieb.

Doch 2020 ist bekanntlich alles anders. Das aktuelle Infektionsgeschehen und die damit verbundenen besonderen Besuchsregelungen und das Abstandsgebot lassen keinen gemeinsamen Gottesdienst in den Räumen des Altenservicezentrums zu. Um den Angehörigen dennoch die Möglichkeit des Gedenkens zu geben, haben sich Mitarbeiterinnen für dieses Jahr eine besonders schöne Alternative einfallen lassen und zusammengearbeitet. In der Woche vom 19. bis 25. November wurde ein herrlich geschmückter Altar im Garten der Einrichtung aufgebaut. Angehörige konnten hier in stillem Gedenken an die Verstorbenen verweilen, eine Kerze anzünden und im eigens dafür angefertigten Gedenkheft mit Texten, Liedern und Fürbitten blättern. Die liebevoll gestalteten Kerzen konnten als Andenken mit nach Hause genommen werden.

Besonders dankbar ist man im Altenservicezentrum über das gespendete Kreuz, das von der Werkstatt der Diakonie Zeilberg zur Verfügung gestellt wurde. "Uns war es wichtig, dass die Angehörigen trotz oder vielleicht auch gerade aufgrund der aktuellen Situation eine Möglichkeit haben, hier vor Ort an die Verstorbenen zu denken. Durch die Lösung mit dem Altar im Freien werden alle Schutz- und Hygienemaßnahmen eingehalten und man hat dennoch einen stimmungsvollen Gedenkmoment", erklärt Einrichtungsleiterin Melanie Schröder. red