Gestern starteten auch in Bamberg die Abiturprüfungen. 39 000 Schüler traten im Freistaat Bayern zur ersten der drei schriftlichen Prüfungen an. In Oberfranken sind es 3480 junge Menschen, die die Hochschulreife erlangen wollen, in Bamberg 790 Schüler.
Auf dem Programm für alle stand das Pflichtfach Mathematik. Hier hatten Schüler mehrere Prüfungsvarianten zur Auswahl. "Wer einen normalen Taschenrechner benutzt, hat für die Prüfungsaufgaben 240 Minuten Zeit. Wer darauf verzichtet, bekommt einen Zeitbonus von 30 Minuten", erläuterte Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.
Seit 2012 können Schüler aber auch ihre Aufgaben mit Hilfe eines CAS-Rechners (Computer-Algebrasysteme) lösen. Voraussetzung dafür ist aber, dass Schüler bereits die beiden Jahre zuvor in der Oberstufe damit gearbeitet haben. Somit bleibt es derzeit noch bei einer eher seltenen Variante, die sich bei den Schülern sichtlich keiner allzu großen Beliebtheit erfreut.
Dies wird auch in Bamberg deutlich. So gab es am Clavius-Gymnasium, wie dessen Direktor Wolfgang Funk mitteilte, keinen einzigen Schüler, der von der CAS-Variante Gebrauch machte. Und dies, obwohl das CG seinen Schülern eine naturwissenschaftlich-technologische Ausbildungsrichtung anbietet.
Am kommenden Dienstag gehen die Prüfungen mit dem zweiten Pflichtfach Deutsch weiter. Danach stehen noch für alle Schüler mindestens eine Fremdsprache sowie zwei mündliche Prüfungen auf dem Programm. Die Abiturprüfungen enden am 17. Juni. Die Abiturzeugnisse gibt es am Freitag, 24. Juni. HaR