Einen Chorgesang zum Abschied. Damit bereiteten die Damen des Kreisvorstands der Frauenunion im Landkreis ihrer Vorsitzenden Melita Braun eine Freude. Zu ihrer letzten Versammlung als Vorsitzende hatte sich zahlreiche Politprominenz der CSU aus Oberfranken eingefunden.
Nach 17 Jahren an der Spitze der Frauenunion wurde ihre Arbeit bei der Kreisdelegiertenversammlung in Oberlangheim gewürdigt. Bei den Neuwahlen wurde Julia Spörlein aus Weismain/Weiden einstimmig als neue Vorsitzende gewählt. Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Jubiläumsveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen der Frauenunion im Landkreis mit der bayerischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm in Trieb.
Zufrieden zeigte sich Melita Braun, dass der Mitgliederstand im Landkreis wieder angestiegen ist. Dies sei dringend nötig, um allen Altersschichten, Berufsgruppen und Familienbildern gerecht zu werden. Nur so könnten in Zukunft Mehrheiten angestrebt werden. Da Braun nicht mehr für das Amt der Vorsitzenden kandidierte, blickte sie nochmals auf ihre 17 Jahre zurück. Erfolge bei Wahlkämpfen und großartige Veranstaltungen wie die Bezirksversammlung in Bad Staffelstein mit fast 300 Teilnehmern oder Treffen mit Politikern wie Bundesverkehrsminister Alexander Dobrint seien Höhepunkte gewesen.
"Es war sehr schön, tolle Frauen kennenzulernen und Freundschaften zu finden", sagte sie. "Mein größter Erfolg ist es jedoch, mein Amt in junge Hände legen zu können", erklärte Melita Braun.
Die stellvertretende Vorsitzende und Nachfolgerin im Amt der Kreisvorsitzenden Julia Spörlein meinte, dass in Verbindung mit der Frauenunion im Landkreis immer der Name Melita Braun stehen werde.
Dass sich Frauen mutiger in der Politik bewegen würden, liege auch an Melita Braun, erklärte die Vorsitzende der Frauenunion Bayreuth Sabine Habla. Im Anschluss wurden bei den geheimen Wahlen einstimmig Julia Spörlein zur Vorsitzenden, Alexandra Stöcker aus Hochstadt am Main zur stellvertretenden Vorsitzenden und Melita Braun zur Beisitzerin gewählt. Stadt und Kreisrätin Julia Spörlein erklärte, dass sie eine Frau sei, die gerne in die Offensive gehe. "Ich habe immer hart gearbeitet, um an meine Ziele zu kommen und konnte diese so immer erreichen."
Landrat Christian Meißner erklärte, dass im politischen Alltagsgeschäft oft die Meinungen auseinander gingen. Aber Diskussionen hätte und müsse es in Zukunft immer geben, um Entscheidungsfindungen zu erreichen. Melita Braun wird bestimmt auch in Zukunft mit diskutieren. Roland Dietz