Hemhofen — Ihren 95. Geburtstag feierte Emma Zepf, geborene Kayl, mit ihren beiden Töchtern am Samstag im Seniorendomizil Haus Heinrich in Hemhofen. Zum Gratulieren kam auch Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) mit einem Geschenk und einer Urkunde.

In Franzensbad geboren

Die Jubilarin ist am 18. Juli 1923 in Franzensbad als jüngste Tochter eines Eisenbahners geboren. Dort wuchs sie auf und besuchte Volks- und Mittelschule. Sie hatte noch einen Bruder und eine Schwester, die aber bereits verstorben sind. Später arbeitete sie als Telefonistin bei der Bahn.

Im August 1944 war die Hochzeit mit ihrem Mann Ernst Zepf, einem kaufmännischen Angestellten - alles noch in Franzensbad. Im Februar 1946 wurde die junge Familie - eine kleine Tochter und die Eltern - aus der Heimat vertrieben und sie landete zuerst in Bamberg. Von dort aus ging es über viele Stationen weiter, bis die Zepfs in Erlangen Bruck eine dauerhafte Bleibe fanden. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Dorothea Hartmann wohnt in Erlangen und Gisela Nuwenhof lebt im Taunus.

Stolz ist Emma Zepf auf ihre fünf Enkel und neun Urenkel, die weit verstreut leben, von Erlangen über Köln bis Kanada, und ihnen deshalb nur aus der Ferne gratulierten.

Ehemann Ernst verstarb bereits im Januar 1996. Von da an lebte die Jubilarin alleine, aber bei Tochter Dorothea im Haus, die sie, wenn nötig, immer unterstützte.

So lange es ging, nähte sie gerne, und sehr gut und auch das Stricken gefiel ihr. Seit 18 Monaten bewohnt sie nun ein Zimmer im Seniorendomizil und mittlerweile hat sie sich auch mit dem Heimleben abgefunden. "Mir gefällt es jetzt", erklärt sie.

Ausflug mit der Familie

Die Jubilarin wünscht sich für die verbleibenden Jahre Gesundheit und dass alle zum 100. Geburtstag wiederkommen. "Ich hab' gesund gelebt und gerne mal ein Glas Wein getrunken", verrät sie auf die Frage, wie man so alt wird.

Am Nachmittag entführten sie die Töchter und Schwiegersöhne nach Pinzberg zu Kaffee und Kuchen.