Am Mittwoch hat das Hauptzollamt Schweinfurt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Würzburg die Wohn- und Geschäftsräume von fünf Gastronomen aus den Landkreisen Main-Spessart und Bad Kissingen durchsucht. Der Zoll ermittelt wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt sowie der Beihilfe dazu. Der vermeintlich durch Schwarzarbeit entstandene Schaden übersteige die Höhe von 100 000 Euro, heißt es in einem Infoschreiben an die Presse.

Die Betreiber mehrerer Asia-Restaurants hätten die säumigen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung nicht in vollständiger Höhe gezahlt und Aufzeichnungspflichten verletzt. Zudem stimmten die gezahlten Beiträge nicht mit den in den Betrieben beschäftigten Arbeitnehmern überein. Die Ermittlungen sollen klären, ob die Sozialversicherungsbeiträge in der richtigen Höhe angemeldet wurden oder ob Lohnzahlungen ohne Beachtung der Sozialversicherungspflicht erfolgten. Am Mittwoch vollzogen 81 Einsatzkräfte des Zolls und der Steuerfahndung sowie ein Barmittelspürhund zwölf Durchsuchungsbeschlüsse. Der Zoll stellte Beweismittel sicher und vernahm Zeugen. ots